Apple Klagewelle in den USA

Innerhalb von einer Woche wurden in Kalifornien und den USA mehrere Sammelklagen gegen Apple und AT&T eingereicht. Der Vorwurf: Mit der unvermeidbaren Kopplung des iPhones an den Netzbetreiber AT&T nutzen die beiden Unternehmen ihre marktbeherrschende Stellung aus.

New York/ San José - In der Klage, die vor einem US-Bundesgericht in New York eingereicht wurde, werden Apple  und AT&T  unfaire Geschäftspraktiken und Verstöße gegen das Wettbewerbsrecht vorgeworfen. Die beiden Unternehmen hätten von Beginn ihrer Partnerschaft an geplant, ein Monopol zu errichten, hieß es. Es sei illegal, dass Kunden das iPhone nicht mit anderen Netzanbietern kombinieren könnten. Apple und AT&T wollten sich nicht zu der Klage äußern.

Erst kürzlich hatte ein Softwareupdate beim iPhone zu Problemen bei einigen Geräten geführt, die von ihren Besitzern in den USA modifiziert worden waren, um andere Netzanbieter als AT&T nutzen zu können. Auch funktionierten danach einige inoffizielle Programme, wie sie im Internet angeboten werden, auf dem iPhone nicht mehr. Apple betonte damals, die modifizierten iPhones würden nicht absichtlich unbrauchbar gemacht.

Die Klage ist nicht die erste juristische Vorgehensweise gegen die Praktiken des Unternehmens in Bezug auf das iPhone. Bereits am Freitag wurde in Kalifornien eine Klage gegen Apple und AT&T eingereicht, die zu einer Sammelklage ausgebaut werden soll. Und schon zu Beginn des Monats verklagte eine iPhone-Besitzerin Apple auf die Zahlung von einer Million Dollar Schadensersatz, weil der Konzern den Preis des iPhones unerwartet frühzeitig und drastisch gesenkt hatte.

manager-magazin.de mit Material von ap