Cebit 2008 O2 can't do

O2 kommt nicht zur Computermesse Cebit 2008 in Hannover. Der Mobilfunkanbieter will sich stattdessen ganz auf seine Restrukturierung konzentrieren - obwohl die Cebit eigentlich eine "extrem wichtige Plattform" sei.

Hannover/München - "Wir fokussieren alle Mittel im Jahr 2008 auf den Restrukturierungs- und Neuausrichtungsprozess." Daher lege O2 im nächsten Jahr eine Cebit-Pause ein.

Der nach Kundenzahl kleinste deutsche Mobilfunkbetreiber O2 hatte mit einem drastischen Stellenabbau auf Umsatz- und Gewinnrückgänge reagiert. Mit einer schlankeren Struktur soll die Wettbewerbsfähigkeit im hart umkämpften Mobilfunkmarkt gestärkt werden. Der spanische Mutterkonzern Telefonica  will mit dem Abbau von etwa 700 Stellen bei O2 Deutschland rund 110 Millionen Euro einsparen.

Der O2-Sprecher sagte, die Cebit sei eine "extrem wichtige Plattform". O2 habe allerdings abwägen müssen zwischen dem internen Restrukturierungsprozess und einem Cebit-Auftritt und sei daher zu der Entscheidung gekommen, im nächsten Jahr nicht nach Hannover zu kommen. O2 werde Anfang nächsten Jahres prüfen, ob das Unternehmen bei der Cebit 2009 dabei sein werde.

Ein Sprecher des Cebit-Veranstalters Deutsche Messe AG in Hannover sagte zur Absage von O2: "Wir bedauern dies außerordentlich." Die Messe rechne allerdings nicht mit weiteren vergleichbaren Entscheidungen. Das Konzept der Cebit 2008 (4.-9. März) komme in der Branche gut an.

Um ihr Profil als "Profimesse" zu stärken, hatte die Messe der Cebit eine grundlegende Reform verpasst. Die Struktur des Messegeländes ist komplett geändert worden, die Cebit soll übersichtlicher werden. Zudem wird die Messe von sieben auf sechs Tage verkürzt. Die Unternehmen sollen damit vor allem Personalkosten einsparen können.

Mit dem neuen Konzept soll die Verunsicherung in der Branche über den Kurs der Cebit beendet werden. Die Computermesse war im Frühjahr in die Schlagzeilen gekommen, weil ihr große Unternehmen wie Nokia  oder Motorola  den Rücken gekehrt hatten. Zudem hatten viele Firmen moniert, das Konzept der Cebit sei unklar, die Kosten zu hoch.

manager-magazin.de mit Material von dpa

Mehr lesen über