Pannenreport Die Blackout-Handys

Überall und jederzeit erreichbar zu sein, ist für Handynutzer mittlerweile zur Selbstverständlichkeit geworden. Eine Umfrage zeigt jedoch, dass jedes fünfte Mobiltelefon seinen Besitzer mit schweren Defekten ärgert. Am anfälligsten erweist sich ein vermeintliches Luxushandy.

Stuttgart - Das geht aus dem Pannenreport 2007 der Zeitschrift "Connect" (Heft 10/2007) hervor, für den die Umfrageergebnisse von rund 7000 Lesern ausgewertet wurden. Die Erhebung berücksichtigte nur Geräte, die nicht älter als zwei Jahre sind. Hauptursache für Ausfälle sind mit großem Abstand nach wie vor Softwarefehler. Fast jedes zweite neue Mobiltelefon (42 Prozent) stürzt gelegentlich ab oder lässt sich überhaupt nicht mehr zum Arbeiten bewegen.

Am häufigsten werden mit einer Ausfallquote von 29 Prozent T-Mobile-Modelle zur Reparatur gebracht. Danach folgen die Handys der mittlerweile vom Markt verschwundenen Hersteller Siemens  (26 Prozent) und BenQ-Siemens (20 Prozent). Motorola-Modelle kommen auf eine Reparaturquote von 17 Prozent, knapp gefolgt von Nokia  mit 16 Prozent Ausfällen. Besser schnitten Samsung-Handys (13 Prozent Ausfälle) und Geräte von Sony Ericsson (12 Prozent) ab. Mit einer Fehlerquote von 10 Prozent konnten Telefone von LG das beste Ergebnis verbuchen.

Reparaturanfälligstes Modell ist dem Pannenreport zufolge das Luxushandy Nokia 8800. Mehr als jeder dritte Umfrageteilnehmer, der ein solches Modell besitzt, berichtete von Reparaturen. Als Grund werden vor allem Tastatur- und Elektronikprobleme genannt. Das größte Problemfeld bei Nokia-Handys sind jedoch Fehler in der Software. Dieser Wert liegt mit 44 Prozent (Vorjahr: 47 Prozent) noch etwas über dem ermittelten Durchschnittswert.

Beruhigter können dagegen Besitzer eines W850i von Sony Ericsson sein. Ihr Modell weist mit einem Wert von 8 Prozent eine besonders niedrige Reparaturquote auf, wie die Zeitschrift weiter berichtet.

Sollte das eigene Telefon doch irgendwann einmal streiken, gibt es zumindest einen kleinen Trost: Laut Pannenreport fielen mehr als drei Viertel aller Reparaturen unter die Garantie und wurden daher ohne Rechnungsstellung ausgeführt. Fast jeder Dritte bekam im Schadensfall ein neues Handy, knapp ein Viertel erhielt zur Überbrückung ein Leihgerät.

manager-magazin.de mit Material von ddp

Pannen-Parade: Jedes fünfte Handy muss zur Reparatur

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