Download-Urteil Über 9000 Dollar pro Song

Glaubt man den Werbespots der Musikindustrie, werden andauernd Leute eingelocht, die illegal Musik verbreitet haben. Tatsächlich ging in den USA gerade einer der ersten Prozesse um Musikpiraterie im Internet zu Ende. Sehr zur Freude der Musikkonzerne: Für 24 Songs muss die Verurteilte 222.000 Dollar Strafe zahlen.

New York - In den USA ist ein Prozess um Musikpiraterie im Internet mit einer Geldstrafe von mehr als 220.000 Dollar für die Angeklagte zu Ende gegangen. Ein Geschworenengericht in Minnesota befand Jammie Thomas für schuldig, Musikdateien an andere Internetnutzer weitergegeben und so Urheberrechte von Plattenfirmen verletzt zu haben

Das Urteil bedeutet einen Erfolg für die großen Musikkonzerne wie EMI Group , Sony BMG Music Entertainment  und Warner Bros. Records . Sie hatten Thomas im April 2006 verklagt. Ermittler hatten zuvor mehr als 1700 im Internet verbreitete Musikdateien auf dem Computer der Frau gefunden. Die Angeklagte hat die Anschuldigung stets zurückgewiesen.

Das Gericht veranschlagte den Schaden pro Song auf 9250 Dollar. Nach Ermittlungen im Auftrag der Kläger konnten sogar 1702 Dateien Thomas' Computer zugeordnet werden. Diese soll sie über das Filesharing-Netzwerk Kazaa verbreitet haben.

Thomas bleibt bis heute bei ihrer Darstellung, niemals Musikdateien illegal heruntergeladen oder zum Download zur Verfügung gestellt zu haben. Sie habe nicht ein einziges Mal Netzwerke wie Kazaa genutzt.

manager-magazin.de mit Material von reuters

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.