Finanzportal Onvista vor dem Verkauf

Der französische Online-Broker Boursorama will das deutsche Finanzportal Onvista vollständig erwerben und von der Börse nehmen. Einen Anteil von 77,4 Prozent hat sich die Tochter der Société Générale bereits zusichern lassen.

Köln - Die vier Onvista-Großaktionäre Burda Digital Ventures GmbH, Fritz Oidtmann, Stephan Schubert und Michael W. Schwetje hätten einen Vertrag über den Verkauf ihrer gemeinsam gehaltenen Anteile über 77,4 Prozent unterzeichnet, teilte Onvista  am Montag in Köln mit.

Den übrigen Aktionären will Boursorama jeweils 20,60 Euro für ihre Aktien bieten. Soviel haben die Franzosen den Angaben nach auch den Onvista-Großaktionären gezahlt. Das Kölner Unternehmen würde damit mit 138,02 Millionen Euro bewertet.

Boursorama strebt eine Komplettübernahme von Onvista an und will das Unternehmen von der Börse nehmen. In Deutschland betreibt Boursorama seit 1997 bereits den Online-Broker Fimatex. Das 1995 gegründete Unternehmen ist mehrheitlich im Besitz der französischen Großbank Société Générale  und betreibt in Frankreich das Finanzportal www.boursorama.com sowie die Online-Bank Boursorama Banque.

Umsätze generiert Boursorama über seine Bankaktivitäten sowie die Vermarktung von Online-Werbung. Nach diesem Vorbild will Boursorama auch mit Onvista und Fimatex ein Media-Brokerage-Geschäft in Deutschland aufbauen. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der deutschen Kartellbehörde.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.