Fotolabore im Web Blasse Bilanz

Wer seine digitalen Bilder in einem Internet-Fotolabor entwickeln lässt, erlebt zuweilen eine böse Überraschung. Blasse Farben und Streifen auf den Abzügen sind einem Test zufolge keine Seltenheit. Nur einer von 24 Anbietern erhielt die Note "gut".

Hamburg – Bei Internet-Fotolaboren gibt es teilweise große Unterschiede bei der Bildqualität, wie die Zeitschrift "Computerbild" (20/2007) berichtet. Die Experten haben bei 24 Entwicklungsdiensten rund 3000 Abzüge bestellt.

Testsieger wurde der Lidl Fotoservice, der als einziger Anbieter die Note "gut" erhielt. Bekannte Anbieter wie Foto Quelle (6. Platz), Aldi (7. Platz), Media Markt (12. Platz) und DM (17. Platz) konnten mit dem Angebot des Discounters nicht mithalten.

Bei einigen Abzügen seien die Farben im Vergleich zum Original zu blass, zu dunkel oder streifig gewesen, so die Tester. Auch die Prüfungen mit Messtechnik habe Qualitätsunterschiede gezeigt: Die Farb- und Grauwiedergabe habe um eine halbe, die Detailgenauigkeit um fast eine ganze Note geschwankt. Unterm Strich sei die gelieferte Bildqualität für den Hausgebrauch aber ausreichend gewesen.

Die Experten haben zudem mit fehlerhaften Aufnahmen die Qualität der automatischen Bildkorrektur geprüft. Im Durchschnitt habe die Korrektur nur mäßig funktioniert. In einigen Fällen seien hinterher die Farben unverändert, der Weißabgleich sehr viel schlechter oder die Bilder zu dunkel gewesen. Bei Karstadt und Photo Dose empfehlen die Tester sogar die Ausschaltung der Funktion, da die Bilder im Vergleich zu vorher an Qualität verloren hätten. In Punkto Service und Bedienung haben die Angebote allerdings alle ordentlich bis sehr gut abgeschnitten.

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