T-Mobile Milliardendeal in den USA

Die Deutsche Telekom baut ihr Mobilfunkgeschäft in den Vereinigten Staaten mit dem Kauf des Konkurrenten Suncom Wireless aus. Konzernchef René Obermann erhofft sich davon Einsparungen in Milliardenhöhe.

Bonn - Der Übernahmepreis für Suncom Wireless belaufe sich auf 1,6 Milliarden Dollar (1,15 Milliarden Euro), teilte die Deutsche Telekom  am Montag mit. Hinzu kommen Schulden in Höhe von rund 0,8 Milliarden Dollar, die die Telekom übernimmt.

Die Synergien bezifferte der Bonner Konzern auf rund eine Milliarde Dollar. Sie sollen in den kommenden Jahren erzielt werden. Neben Einsparungen im operativen Geschäft erwartet die Telekom geringere Ausgaben für Anrufe innerhalb der Mobilfunknetze. Suncom hat nach Angaben der Telekom 1,1 Millionen Kunden unter Vertrag.

Mit der Akquisition erweitert die Mobilfunktochter T-Mobile USA (früher Voicestream) ihre Netzabdeckung im Südosten des Landes sowie in Puerto Rico und auf den Virgin Islands. "Suncom passt strategisch perfekt in das Geschäft der T-Mobile USA", sagte Robert Dotson, Chef der US-Tochter. Die eigene Netzabdeckung steige von 244 Millionen auf 259 Millionen. Der amerikanische Ableger ist der wichtigste Wachstumstreiber der Telekom, die in Deutschland mit harten Wettbewerbsbedingungen zu kämpfen hat.

Suncom Wireless kam nach eigenen Angaben im ersten Halbjahr auf einen Umsatz von 475 Millionen Dollar nach 409 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum. Der Fehlbetrag belief sich aufgrund hoher Einmalbelastzungen auf 222 Millionen Dollar.

Das US-Geschäft ist der Umsatz- und Ergebnismotor der Telekom. Konzernchef Rene Obermann hatte angekündigt, sein Unternehmen im ausländischen Mobilfunkgeschäft verstärken zu wollen und dabei die Priorität auf die Regionen gelegt, in denen der Konzern bereits vertreten ist.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx und reuters