Produktpiraterie L'Oréal verklagt Ebay

Der Kosmetikkonzern L'Oréal verklagt Ebay wegen des Verkaufs gefälschter Produkte auf seinen Seiten. Nach Ansicht der Franzosen unternimmt das Webauktionshaus nicht genug gegen den Handel mit Billigkopien.

Paris - Der Verkauf nachgemachter Parfüms und Kosmetikprodukte auf einigen Online-Auktionsseiten habe zugenommen, teilte L'Oréal am Montag mit. Mit den Klagen wolle man Konsumenten schützen, die Qualität des Luxussegments bewahren und die Reputation der eigenen Marke verteidigen, begründete L'Oréal  den Schritt.

Ebay  sei kein Opfer, da das Unternehmen an jeder Transaktion verdiene, egal ob mit echten oder gefälschten Produkten. Die Zeitung "Liberation" berichtete, L'Oréal schätze den Schaden durch den Handel mit gefälschten Produkten über Ebay auf "mehrere Millionen Euro".

L'Oréal reichte die Klagen in Deutschland, Frankreich, Spanien, Großbritannien und Belgien ein. Ob das Unternehmen auch Schadensersatz fordert, ist noch unklar.

Andere Firmen wie das Luxusunternehmen LVMH Moet Hennessy Louis Vuitton  und dessen Mutterkonzern Dior sowie der US-Juwelier Tiffany's haben ebenfalls bereits rechtliche Schritte gegen Ebay eingeleitet. Ebay hat erklärt, alle Fälle von Fälschungen zu verfolgen, die von den betroffenen Firmen gemeldet würden.

manager-magazin.de mit Material von reuters