Telecom Italia Kein Fortschritt

Italiens bedeutendste Telefonfirma hat in der ersten Jahreshälfte netto so viel Geld verdient, wie vor Jahresfrist. Einzig beim Umsatz ging es für die Italiener leicht voran - und die Aussichten sind nicht viel besser.

Mailand - Die Telefongesellschaft Telecom Italia  hat im ersten Halbjahr dieses Jahres ein nahezu stabiles Nettoergebnis eingefahren. Der Überschuss sei in den ersten sechs Monaten leicht von 1,49 auf 1,50 Milliarden Euro gestiegen, teilte das Unternehmen am Freitagabend in Mailand mit. Im Vorjahr war aber eine Steuergutschrift in Höhe von 100 Millionen Euro angefallen.

Über die übrigen Eckdaten des ersten Halbjahres hatte Telecom Italia bereits Ende Juli informiert. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) war von 6,52 Milliarden Euro im entsprechenden Vorjahreszeitraum auf 6,314 Milliarden Euro gesunken.

Auch das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) gab von 3,80 auf 3,469 Milliarden Euro nach. Der Umsatz allerdings stieg von 15,34 auf 15,47 Milliarden Euro. Auch den Ausblick aufs laufende Geschäftsjahr hatten die Italiener bereits bestätigt. So soll der Umsatz um 1 bis 2 Prozent zulegen.

Anfang des Jahres hatte ein Konsortium um den spanischen Telekommunikationskonzern Telefonica  die Kontrolle über die Telecom Italia übernommen. Das Geschäft, mit dem die Telecom-Italia-Aktie mit 2,82 Euro bewertet worden ist, soll voraussichtlich bis Oktober abgeschlossen sein. Um Telefonica beteiligen sich italienische Unternehmen an der Telecom Italia, die formal auch die Mehrheit an der Gesellschaft halten sollen.

Die Versicherung Generali  beispielsweise steigt mit 28,1 Prozent ein, díe Geldhäuser Intesa-Sanpaolo  und Mediobanca  übernehmen jeweils 10,6 Prozent, während die Benetton-Gruppe 8,4 Prozent halten wird. Der Verwaltungsrat soll überwiegend von Italienern gestellt werden, Telefonica werde zwei Posten übernehmen, hat es bisher geheißen.

manager-magazin.de mit Material von dpa und dpa-afx

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