Vodafone Steuerfalle Indien?

Als Vodafone das indische Mobilfunkunternehmen Hutchison Essar im Februar übernahm, war angeblich von Steuerfreiheit die Rede. Nun muss der britische Konzern eventuell doch zahlen. Offenbar verlangen die indischen Behörden zwei Milliarden Dollar von dem Branchenprimus.

London - Die indischen Behörden hätten in einem Brief an den weltgrößten Mobilfunkkonzern Vodafone  die Zahlung von rund zwei Milliarden Dollar angemahnt, berichtete die britische Tageszeitung "The Times". Ein Sprecher habe den Eingang des Schreibens bestätigt, die Forderung aber zurückgewiesen.

Bei der Übernahme sei zugesichert worden, dass keine Steuerzahlungen nötig seien. Vodafone lehnte diese daher ab, zitiert die Zeitung den Sprecher. Hintergrund der Steuerforderung ist ein Gesetz, wonach in Indien bei einem Eigentümerwechsel eine Steuer von 22 Prozent auf den Buchgewinn anfällt. Allerdings sei offen, ob diese vom Käufer oder vom Verkäufer übernommen würde, berichtete die "Times" unter Berufung auf Kreise.

Vodafone hatte im Februar den Kauf von Hutchison Essar bekannt gegeben. Der Kaufpreis für den viertgrößten Mobilfunkanbieter Indiens beläuft sich auf 11,1 Milliarden Dollar.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx

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