Bertelsmann Mehr als 100.000 Mitarbeiter

Nach dem Einbruch zu Beginn des Jahres wegen des Streits um die Musiktauschbörse Napster ist Bertelsmann wieder in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt. Zu verdanken hat das Unternehmen dies vor allem seiner Fernsehtochter RTL. Erstmals in der Firmengeschichte übersprang der Konzern zudem die Grenze von 100.000 Beschäftigten.

Düsseldorf - Der Umsatz sei im ersten Halbjahr 2007 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,3 Prozent auf neun Milliarden Euro gestiegen, teilte Bertelsmann am Dienstag mit. Der operative Gewinn kletterte um 1,9 Prozent auf 714 Millionen Euro.

Unter dem Strich brach der Nettogewinn allerdings von 354 Millionen Euro auf 51 Millionen Euro ein. Grund sind laut Konzernchef Gunter Thielen vor allem teure Vergleiche im Streit um die Musiktauschbörse Napster. Im ersten Quartal fiel noch ein Fehlbetrag von 70 Millionen Euro an.

Verantwortlich für das Umsatzwachstum sind vor allem gestiegene Werbeeinnahmen und die guten Geschäfte mit Fernsehproduktionen bei der RTL Group. Auch die Magazintochter Gruner + Jahr trug positiv zu dem Ergebnis bei. Bei der Buchsparte Random House und dem Clubgeschäft Direct Group, das der Konzern jetzt aufspalten will, sank der operative Gewinn dagegen im Vergleich zum Vorjahr.

Der Vorstand zeigte sich weiter zuversichtlich, die Finanzziele für dieses Jahr zu erreichen. Bertelsmann hatte für 2007 ohne Berücksichtigung von Übernahmen ein Wachstum von 3 Prozent in Aussicht gestellt. Die operative Umsatzrendite soll von 9,7 auf 10 Prozent zulegen.

Bertelsmann-Chef Thielen zeigte sich erfreut. "Die überwiegende Zahl unserer Geschäfte laufen wie geplant und wir können nach sechs Monaten sagen: Bertelsmann befindet sich auf Kurs", so der Vorstandsvorsitzende.

Erstmals in der Firmengeschichte übersprang Bertelsmann zudem die Marke von 100.000 Mitarbeitern. Zum 30. Juni beschäftigte der Konzern weltweit 101.009 Mitarbeiter.

manager-magazin.de mit Material von dpa und reuters

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.