Motorola Ab nach Aachen

Der Handyhersteller Motorola schließt seine Logistiksparte in Flensburg. 700 Mitarbeiter sind betroffen. Sie sollen ein Angebot erhalten, zum Logistikunternehmen Cinram in die Nähe von Aachen zu wechseln.

Flensburg - "Wir sind kein Logistikunternehmen; wir haben uns deshalb entschlossen, die Logistikaktivitäten für Europa an einen externen Dienstleister auszulagern", sagte Ralf Gerbershagen, Vorsitzender der Geschäftsführung der Motorola GmbH, am Mittwoch in Flensburg.

Als Grund wurde die Konzentration von Motorola  auf das Kerngeschäft genannt. Die Arbeitsplätze werden zum kanadischen Logistikkonzern Cinram in die Nähe von Aachen nach Nordrhein-Westfalen verlagert.

Die 700 Stellen der Logistiksparte sollen von Anfang nächsten Jahres an durch einen sogenannten Betriebsübergang nach Alsdorf bei Aachen verlegt werden. Sämtlichen Mitarbeitern in Flensburg will der Konzern demnach ein Angebot für einen Arbeitsplatz an dem neuen Ort vorlegen. Für nicht umzugswillige Mitarbeiter solle es einen Sozialplan geben.

Motorola hat seit 1994 insgesamt 26 Millionen Euro an staatlichen Förderzuschüssen erhalten. Das Werk in Flensburg war 1998 eröffnet worden. In Spitzenzeiten haben dort mehr als 3000 Mitarbeiter UMTS-Handys produziert. Derzeit arbeiten am Standort Flensburg noch insgesamt 900 Mitarbeiter in der Verwaltung und Logistik.

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