Mittelstandssoftware SAP legt Starttermin fest

Einige Male wurde die Einführung der internetbasierten Mittelstandssoftware von SAP bereits verschoben. Pessimisten glaubten schon nicht mehr daran, dass die viel gepriesene On-Demand-Software noch in diesem Jahr ins Web gestellt wird. Nun steht der Termin fest.

Boston – Die bisher unter dem Namen A1S firmierende Software werde am 19. September in New York vorgestellt, sagte SAP-Chef Henning Kagermann. Das Produkt soll den Kunden über das Internet geliefert werden.

Mit A1S geht SAP  einen neuen Weg. Statt die Lizenz zu verkaufen, wird sie vermietet. Mit der Software will SAP ganz andere Kunden gewinnen: Solche, die keine eigene IT-Abteilung wollen. Zugang zur Software erhalten sie über das Internet. Die Programme laufen bei SAP. Für das Volumengeschäft will SAP die neue Software zwischen Januar und März 2008 freigeben. Bisher läuft das Programm nur bei ausgewählten Pilotkunden.

"Wir liegen mit A1S genau im Zeitplan", sagte der stellvertretende Vorstandschef Léo Apotheker jüngst der "Financial Times Deutschland". Im Logistikzentrum von SAP in St. Leon-Rot sei bereits ein Teil der Software im Einsatz. "Wir testen derzeit auch mit Kunden in Deutschland und Amerika. In England und Frankreich fangen wir jetzt an." Für den Vertrieb, der über alle möglichen Kanäle wie Partner, Internet oder Telefon gesteuert werden soll, werde SAP "auch neue Mitarbeiter einstellen", sagte Apotheker.

Bei der Mittelstandsoffensive ergänzt A1S die bisherigen Produkte Business One für kleine Unternehmen mit bis zu 100 Mitarbeitern und All-in-One für die größeren. Angst, dass die Programme sich gegenseitig Kunden abjagen, hat SAP nicht. "Die drei Produkte sind komplementär". Wir werden alle drei weiter behalten".

SAP hatte in die Entwicklung des Programms rund 500 Millionen Dollar gesteckt. Die Markteinführung war einige Male verschoben worden, zuletzt war deshalb befürchtet worden, dass die Software erst zum Jahresanfang 2008 auf den Markt gebracht werden würde.

manager-magazin.de mit Material von dpa und reuters

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