DVD-Erbe Etappensieg für HD-DVD

Nach dem Hollywood-Studio Universal haben sich nun auch Paramount und Dreamworks gegen den DVD-Nachfolgestandard Blu-ray entschieden. Filme wie "Shrek der Dritte" oder "Transformers" sollen bereits auf dem Konkurrenzformat HD-DVD erscheinen.

Los Angeles - Das US-Filmstudio Paramount und seine Tochter Dreamworks SKG wollen ihre Filme künftig nur noch auf dem DVD-Nachfolgeformat HD-DVD brennen. Das teilten die beiden Unternehmen am späten Montagabend mit.

Bislang verwendeten beide Filmstudios sowohl HD-DVD als auch das Konkurrenzformat Blu-ray. Von der Entscheidung betroffen sein sollen bereits Neuerscheinungen wie "Shrek der Dritte" oder "Transformers".

Die Entscheidung der beiden Studios dürfte von der Fraktion der Blu-ray-Vertreter als herber Rückschlag gewertet werden. Derzeit kämpfen die Lager kräftig um die Gunst der großen Hollywood-Studios in der Hoffnung, dass deren Toptitel und Blockbuster zur Verbreitung des jeweiligen Formats beitragen und den Kampf um die Vorherrschaft entscheidend beeinflussen.

Im Wettstreit der Formate entschied sich auch das Filmstudio Universal für HD-DVD, während Warner Bros. als einzige Produktionsfirma neben Paramount und Drewamworks beide Formate unterstützte. Sony Pictures, Twentieth Century Fox, Walt Disney  und Metro-Goldwyn-Mayer vertreiben ihre Filme exklusiv auf Blu-ray.

Das Industrielager der Blu-ray-Vertreter mit Unternehmen wie Sony  und Panasonic konkurriert mit der HD-DVD - hinter der Unternehmen wie NEC , Toshiba , aber auch Microsoft  und Intel  stehen - seit Jahren um das Erbe der DVD. Während die HD-DVD leichter und billiger zu produzieren ist, besitzt die Blu-ray-Disc mit bis zu 50 Gigabyte gegenüber derzeit 25 bis 30 Gigabyte bei der HD-DVD eine deutlich höhere Speicherkapazität. HD-DVDs können aber von bestehenden DVD-Werken produziert werden, während Blu-rays neue Produktionsanlagen benötigen.

manager-magazin.de mit Material von ap und dpa