Netzbetreiber Grünes Licht für Handy-TV-Konsortium

Gute Nachrichten für T-Mobile, Vodafone D2 und O2 Germany: Die drei Mobilfunkbetreiber dürfen gemeinsam eine Tochter gründen, die sich um den Plattformbetrieb für den mobilen Fernsehstandard DVB-H bewerben darf. Das neue Unternehmen muss sich gegen einen schlagkräftigen Wettbewerber durchsetzen.

Bonn - Gegen die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens von T-Mobile, Vodafone D2 und O2 gebe es keine Einwände, sagte ein Sprecher des Bundeskartellamts am Dienstag. Die drei Unternehmen wollen bei der mobilen Fernsehübertragung mit dem digitale Rundfunkstandard DVB-H (Digital Video Broadcasting-Handheld) zusammenarbeiten und dazu eine gemeinsame Tochter gründen.

Die neue Firma will ab Frühjahr kommenden Jahres mindestens 16 Programme mit dem DVB-H-Standard über das Handy empfangbar machen. Gegenüber dem Mobilfunkstandard UMTS hat die Rundfunkübertragung Vorteile: Bei UMTS werden Datenpakete verschickt, was zu Kapazitätsengpässen führen kann, wenn viele Nutzer im Netz darauf zugreifen. Außerdem gilt die Fernsehtechnik als kostengünstiger.

Das Konsortium konkurriert mit einer Allianz aus der Gesellschaft Neva Media, die unter anderem von Hubert Burda Media und Holtzbrinck kontrolliert wird, und MFD Mobiles Fernsehen Deutschland. MFD betreibt in Deutschland bereits den Konkurrenzstandard DMB.

Der vierte deutsche Mobilfunkbetreiber, E-Plus, ist bereits im vergangenen November aus dem Projekt Handy-TV ausgestiegen. Die KPN-Tochter beklagte die politisch-regulatorischen Rahmenbedingungen und bezweifelte den wirtschaftlichen Erfolg.

manager-magazin.de mit Material von dpa