Windows-Alternative Auch Lenovo will Linux

Weiterer Rückschlag für Microsoft: Der weltweit drittgrößte PC-Hersteller Lenovo will seine Notebooks künftig auch mit dem Betriebssystem Linux verkaufen. Damit folgt der chinesische Konzern dem Beispiel des Branchenzweiten. Lenovo kündigte außerdem außerdem Kaufabsichten in Europa an.

Boston - Ab Ende des Jahres sollten Privat- und Geschäftskunden Geräte von Lenovo  mit einem Softwarepaket des Herstellers Novell kaufen können, teilte das chinesische Unternehmen mit.

Lenovo folgt mit diesem Schritt dem US-Konzern Dell , der Nummer zwei der Branche. Dell verkauft bereits seit Mai Rechner mit der Linux-Version Ubuntu an US-Privatkunden.

Der Kern des Linux-Betriebssystem wird im Internet entwickelt und ist dort kostenlos verfügbar. Firmen wie Red Hat und Novell fügen dem weitere Software hinzu und bieten ihren Kunden neben diesem Gesamtpaket auch Serviceleistungen an. Trotz der zunehmenden Verbreitung des Betriebssystems bleibt Windows unangefochtener Marktführer.

Der chinesische PC-Hersteller teilte außerdem mit, dass er den europäischen Rivalen Packard Bell kaufen wolle. Zur Vorbereitung eines Angebots führe Lenovo bereits Gespräche. Das Unternehmen will nach einem Bericht des "Hong Kong Economic Journal" mit dem Zukauf sein Europa-Geschäft stärken.

Der Zeitung zufolge ist auch der taiwanische Hersteller Acer  an Packard Bell interessiert. Ein Acer-Sprecher wollte sich dazu nicht äußern. Acer hatte im April angekündigt, binnen fünf Monaten einen PC-Hersteller zu übernehmen, um seinen Marktanteil zu erhöhen und Wachstum zu generieren.

Packard Bell ist nach eigenen Angaben die Nummer drei in Westeuropa und in Deutschland bei Consumer-Desktop-PCs. Im Notebook-Segment hat das Unternehmen demnach einen Marktanteil von 5,8 Prozent in Europa und strebt von der Konzernzentrale in Frankreich aus verstärkt in Schwellenländer in Osteuropa, dem Nahen Osten, Afrika und Lateinamerika.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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