Paypal-Alternative Zahltag bei Amazon

Mit einem eigenen Bezahlsystem für Webshops will der Onlinehändler Amazon kleine Unternehmen locken. Sie können den Dienst auf ihren Webseiten nutzen und fast beliebig anpassen. Amazon greift damit gleich zwei Webgiganten an.

Hamburg - Internethändler können sich in den Vereinigten Staaten ab sofort für den Beta-Test von Amazons neuem Dienst "Flexible Payments Service"  (FPS) bewerben. Mit FPS können Internethändler ihren gesamten Zahlungsverkehr mit Kunden über Amazon  abwickeln. Jeff Barr, Amazon-Manager für sogenannte "Web Services", beschreibt das Angebot im offiziellen Firmen-Blog  so: "Wir haben alles in ein Paket gepackt, was wir über Kreditkarten-Zahlungen, Überweisungen, Risikoprüfung und Kundenservice wissen."

Auf der finanziellen Seite funktioniert der Dienst so: Die Kunden bezahlen an Amazon. Der Händler bekommt sein Geld für die gekauften Waren nach Abzug einer Provision. Vorteile: Der Händler muss sich nicht um den Zahlungsverkehr kümmern.

Neu ist im Vergleich zu Amazon-Angeboten wie den Astores oder Z-Shops, dass der Händler nicht an die Amazon-Verkaufsplattform gebunden ist. Er kann den Zahlungsdienst weitgehend in seine eigene Website integrieren.

Ähnlich funktioniert auch Ebays  Bezahldienst Paypal und Googles  Dienst "Google Checkout". Amazon hat gegenüber Google einen enormen Vorteil in diesem Bereich: Aus dem eigenen Handel mit Büchern, DVDs, Spielzeug, Elektronik und Bekleidung hat Amazon laut Barr mehr als 69 Millionen aktive Kunden. Sie haben ihre aktuellen Zahlungsinformationen bei Amazon hinterlegt - abrufbar mit einen Mausklick, einem Kennwort und der E-Mail-Adresse.

SPIEGEL ONLINE

Mehr lesen über