Balda Investoren wollen Aufspaltung

Brisante Post bei Balda. Zwei Großaktionäre drängen einem Zeitungsbericht zufolge den Handyausrüster Balda zu einer Aufspaltung.

Frankfurt am Main - Damit wollten die Finanzinvestoren Audley Capital und Guy Wyser-Pratte eine Aufwertung ihrer Beteiligungen erreichen, berichtete das "Handelsblatt" (Montagausgabe) am Wochenende vorab.

"Wir müssen betonen, dass wir dazu entschlossen sind, die krasse Unterbewertung von Balda zu eliminieren", zitierte die Zeitung aus einem gemeinsamen Brief der beiden an den Balda-Vorstand. "Dies könnte dazu führen, dass Aktionäre in Zukunft Einfluss nehmen."

Balda bestätigte lediglich, ein Schreiben der beiden Großaktionäre bekommen zu haben, wollte sich zum Inhalt aber nicht äußern. Ein Konzernsprecher sagte, der Dialog mit den Anteilseignern solle nicht in der Öffentlichkeit geführt werden. Balda hat für den 9. August zur Hauptversammlung eingeladen.

Dem Bericht zufolge wollen die Investoren, dass das Unternehmen seine chinesische High-Tech-Tochter TPK ausgliedert und an die US-Börse Nasdaq oder eine vergleichbare asiatische Börse bringt. Sie setzten darauf, von erwarteten starken Kursgewinnen von TPK zu profitieren. Durch den Kurssturz der Balda-Aktien hätten Audley und Wyser-Pratte in den vergangenen 30 Tagen 20 Millionen Euro verloren. Derzeit hielten die beiden zusammen 15 Prozent der Balda-Titel im Wert von mehr als 60 Millionen Euro.

Mit einer Beteiligung an der TPK Holding hatte sich Balda im vergangenen Jahr Zugang zu der neuen Tastbildschirm-Technologie verschafft und liefert künftig die Bildschirme für das neue Multimedia-Mobiltelefon iPhone von Apple.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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