Motorola Schlappes Handy-Geschäft

Vor wenigen Tagen warnte der Telekomausrüster Motorola vor einen Gewinn- und Umsatzeinbruch. Nun sind die Zahlen für das zweite Quartal draußen. Und tatsächlich bereitet die Handy-Sparte dem US-Unternehmen weiterhin große Schwierigkeiten. Beim Nettoergebnis weist der Konzern rote Zahlen aus.

Chicago - Der amerikanische Telekomausrüster Motorola  ist wegen der Schwäche seiner Handy-Sparte im zweiten Quartal wie angekündigt in die roten Zahlen gerutscht. Das Nettoergebnis aus fortgeführtem Geschäft sei von plus 1,349 Milliarden Dollar auf minus 38 Millionen Dollar gesunken, teilte der weltweit zweitgrößte Handy-Hersteller mit. Das Ergebnis je Aktie sei entsprechend von plus 54 auf minus zwei Cent gesunken. Motorola hatte die Märkte vergangene Woche bereits vorgewarnt.

Für das dritte Quartal rechnet Konzernchef Ed Zander mit einem - verglichen mit dem zweiten Quartal - "unveränderten bis leicht verbesserten" Ergebnis je Aktie aus fortgeführten Aktivitäten.

Der Konzernumsatz ging weiteren Angaben zufolge im zweiten Quartal um 19 Prozent auf 8,7 Milliarden Dollar zurück. Ursprünglich hatte Motorola 9,4 Milliarden Dollar angepeilt. Im Vorjahresquartal hatten noch 10,82 Milliarden Dollar Umsatz zu Buche gestanden. Im zweiten Quartal lag der Absatz von Mobiltelefonen bei 35,5 Millionen.

Grund für den Einbruch ist die geplante Umstrukturierung des Unternehmens, die vor allem den defizitären Mobilfunkbereich trifft. So kämpft die Handy-Sparte laut Experten mit einer als veraltet eingestuften Modellpalette. Nun versucht Motorola mit einer neuen Version des Verkaufschlagers "Razr" auf die Erfolgsspur zurückfinden. Das Unternehmen hat aber bereits mitgeteilt, dass für das Gesamtjahr nicht mehr mit der Profitabilität der Handy-Sparte gerechnet werde. Weltmarktführer im Handymarkt ist Nokia .

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx

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