Mittwoch, 21. August 2019

Reise-Websites Suchst Du noch oder buchst Du schon?

3. Teil: Reisetipps aus dem Netz

Reisetipps aus dem Netz

Stärker in Deutschland aktiv ist auch die Community Tripadvisor (www.tripadvisor.de), laut Europachef Marc Charron die weltweit größte Plattform für den Austausch von Reisetipps. Mehr als sieben Millionen Erfahrungsberichte sind verfügbar, rund um den Globus fast fünf Millionen Nutzer registriert. Neben Frankreich ist Deutschland bisher das einzige Land mit einer eigenen Tripadvisor-Seite. Auch bei dieser Community gibt es unter anderem einen Hotelpreis-Vergleich.

Auf eine besondere Zielgruppe zugeschnitten ist "Manolitos Welt" aus München (www.manolitoswelt.de), ein Reiseportal für Kinder. Es soll Mädchen und Jungen im Grundschulalter dazu bewegen, bei der Planung der Urlaubsreisen ihrer Familie mitzumischen. Dazu dient ein Online-"Urlaubswunschzettel" - und natürlich können Eltern gleich Hotels und andere Leistungen auch buchen, bei kleineren Anbietern ebenso wie bei Touristik-Branchengrößen wie Neckermann und FTI.

Auch Großunternehmen wie die Tui passen ihre Präsenz im Internet ständig neuen Entwicklungen an. Vor kurzem wurden neben dem Portal "Tui.com" auch die Webauftritte der Tui-Marken für den Cluburlaub überarbeitet. So bietet "Magic Life" nun unter www.magiclife.com auch Google-Earth-Satellitenbilder seiner Anlagen. Und die Marke Robinson ist unter www.robinson.com jetzt multimedial: Eine Moderatorin, die Clubdirektoren sowie Golfexperten treten in Videoeinspielungen auf.

Dass es auch beim Online-Verkauf von Urlaub darum geht, möglichst unverwechselbar zu sein, bewies zuletzt ein Rechtsstreit zwischen dem Kreuzfahrtenanbieter Aida Cruises aus Rostock und der Firma Unister aus Leipzig, die bis vor kurzem die Webseite aidu.de" betrieben hat. Die Gefahr einer Verwechselung von Aida und Aidu sei vorhanden, entschied das Oberlandesgericht Köln und untersagte Unister daher, den Portalnamen weiter zu verwenden. Umgezogen ist die Seite nun auf www.ab-in-den-urlaub.de. Die Abkürzung dafür war Aidu schon vorher.

Christian Röwekamp, dpa

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