Dow Jones Verwaltungsrat gibt Murdoch seinen Segen

Der Verwaltungsrat von Dow Jones ist mit der Übernahme des Verlags durch Rupert Murdochs News Corp. einverstanden. Die Zustimmung der Bancroft-Familie, die insgesamt 64 Prozent der Dow-Jones-Stimmrechte hält, ist allerdings noch offen.

New York - Der Verwaltungsrat des US-Medienkonzerns Dow Jones  hat in der Nacht zum Mittwoch dem Verkauf des Unternehmens an die News Corp.  des Medienmagnaten Rupert Murdoch für fünf Milliarden Dollar (umgerechnet 3,6 Milliarden Euro) zugestimmt. Der Verwaltungsrat sei bereit, den Aktionären - einschließlich der Anteilseigner der Bancroft-Familie - die Annahme der Offerte für 60 Dollar je Dow-Jones-Aktie zu empfehlen, hieß es in einer in der Nacht zum Mittwoch in New York veröffentlichten Pressemitteilung von Dow Jones.

Die größte Hürde muss allerdings noch genommen werden. Es steht noch die Zustimmung der Bancroft-Familie aus, die insgesamt 64 Prozent der Dow-Jones-Stimmrechte hält, obwohl sie nur rund 25 Prozent aller Dow-Jones-Anteile hält. Ihre Anteile sind mit Mehrfachstimmrechten ausgestattet.

Der Murdoch-Konzern bestehe darauf, dass sich die Bancrofts und ihre Treuhänder mit einer für die News Corp. zufrieden stellenden Stimmrechtskraft "prompt" für eine Unterstützung der Transaktion aussprechen, hieß es in der Dow-Jones-Erklärung weiter. Wie hoch die Zustimmungsquote der Bancrofts sein muss, wurde allerdings nicht präzisiert,

Michael B. Elefante, ein Vertreter der Bancroft-Familie, habe dem Dow-Jones-Verwaltungsrat erklärt, dass die Bancroft-Familie und ihre Treuhänder die vorgeschlagene Transaktion mit der News Corp. prüfen wollten, hieß es. Die Bancroft-Familie will sich angeblich am Montag treffen und soll mehrere Tage Zeit erhalten, den Deal zu überprüfen. Die Familienmitglieder seien jedoch geteilter Meinung darüber, ob sie dem Verkauf zustimmen sollen.

Dow Jones ist unter anderem der Herausgeber des "Wall Street Journals". Die News Corp. zählt zu den weltgrößten Medienkonzernen.

manager-magazin.de mit Material von reuters und dpa-afx