Überhöhte Rechnungen Telekom muss Millionen zurückzahlen

Wegen überhöhter Rechnungen ist die Telekom erneut zu einer Millionenrückzahlung verurteilt worden. Nach den rund 100 Millionen Euro für den Auskunftsbetreiber Telegate muss der Konzern jetzt 3,4 Millionen Euro an Klicktel rücküberweisen. Und es könnte noch dicker kommen.

Düsseldorf - Die Deutsche Telekom  muss erneut an einen Auskunftsbetreiber Rückzahlungen leisten, weil sie für die Weitergabe von Teilnehmerdaten zu viel berechnet hatte. Wie der Auskunftsbetreiber klicktel am Dienstag mit Verweis auf eine Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf mitteilte, muss der Bonner Konzern etwa 3,4 Millionen Euro inklusive Zinsen für überhöhte Rechnungen aus den Jahren 1999 bis 2005 zahlen.

Das Gericht war zunächst nicht zu erreichen. Wegen überhöhter Datenkosten habe Klicktel überdies eine Schadensersatzklage über 24,4 Millionen Euro eingereicht. Das Landgericht Köln hat dem Unternehmen zufolge die Verhandlung für den 13. November angesetzt.

Erst vor kurzem hatte die Telekom einen Rechtsstreit gegen den Auskunftsbetreiber Telegate verloren und muss nun inklusive der Prozesszinsen etwa 100 Millionen Euro zahlen.

Zusätzlich fordert Telegate weitere 86 Millionen Euro Schadensersatz, weil das Unternehmen der Ansicht ist, wegen der zu hohen Zahlungen einen Wettbewerbsnachteil am Markt erlitten zu haben. In der Sache soll am Freitag vor dem Landgericht Köln verhandelt werden.

Angeblich erwägt die Deutsche Telekom auch den Verkauf ihrer eigenen Rufnummernauskunft 11833.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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