Mega-Übernahme Der 52-Milliarden-Dollar-Deal

Es ist die größte Übernahme, die Kanada je erlebt hat. Für knapp 52 Milliarden kanadische Dollar kauft ein Konsortium aus Privatinvestoren den größten Telekomkonzern des Landes.

Montréal - Der mit Abstand größte kanadische Telekomkonzern BCE  (Bell Canada) wird für 51,7 Milliarden kanadische Dollar (35,8 Milliarden Euro) an ein kanadisch-amerikanisches Privatinvestoren-Konsortium unter Führung der Lehrer-Pensionskasse Ontario Teachers Pension Plan verkauft. Es handelt sich um die größte Übernahme eines kanadischen Unternehmens und um die weltgrößte Privatinvestoren- Akquisition, die es je gegeben hat.

Die beiden amerikanischen Investmentfirmen Providence Equity Partners und Madison Dearborn Partner bieten gemeinsam mit der Teachers Private Capital, der Investment-Sparte der kanadischen Lehrer-Pensionskasse, 42,75 kanadische Dollar je BCE-Aktie in bar. Dies hat BCE mit Sitz in Montréal am Samstag bekannt gegeben.

Die BCE-Aktien wurden damit mit 34,8 Milliarden kanadische Dollar bewertet. Die Käufer übernehmen aber auch BVE-Schulden von 16,9 Milliarden kanadische Dollar, womit der Transaktionswert auf insgesamt 51,7 Milliarden kanadische Dollar beziffert wurde. Dies bedeutete ein Aufgeld von 40 Prozent gegenüber dem gedrückten BCE-Kurs, ehe die Verkaufsüberlegungen bei BCE begonnen hatten. Die BCE-Aktien waren in den vergangenen Wochen und Monaten kräftig gestiegen und hatten am Freitag in Toronto mit 40,34 kanadische Dollar notiert.

BCE hatte 2006 Jahr einen Umsatz von 17,7 Milliarden kanadische Dollar und einen operativen Gewinn von 3,3 Milliarden Dollar eingefahren. Das Unternehmen hat 28 Millionen Kundenanschlüsse und verfügt über ein riesiges Festleitungs- und Mobilfunknetz im ganzen Land. Die Gesellschaft bietet auch Internet-, Daten- und anderen Dienste an und hält auch eine Beteiligungen an der führenden kanadischen Mediengesellschaft CVTglobemedia.

manager-magazin.de mit Material von dpa