Quartalszahlen RIM Top, Palm Flop

Der kanadische Blackberry-Hersteller Research in Motion (RIM) kann sich im abgelaufenen Quartal erneut über glänzende Gewinne freuen. Sein amerikanischer Konkurrent Palm kreist dagegen weiter um die Gewinnschwelle herum.

New York - Der kanadische Blackberry-Hersteller Research In Motion (RIM) hat in den vergangenen drei Monaten glänzend verdient, während der amerikanische Handyhersteller Palm einen deutlichen Gewinnrückgang verbuchte. Die beiden Smartphone-Anbieter gaben ihre Geschäftsergebnisse am Donnerstag nach Börsenschluss bekannt.

RIM steigerte den Gewinn im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2007/2008 um 73 Prozent auf 223 Millionen Dollar (165,8 Millionen Euro). Der Gewinn je Aktie legte in dem am 2. Juni beendeten Dreimonatsabschnitt von 0,67 auf 1,17 Dollar zu. Der Quartalsumsatz erhöhte sich auf 1,1 Milliarden Dollar gegenüber 614 Millionen Dollar im entsprechenden Vorjahresabschnitt.

Die Zahl der Blackberry-Abonnenten stieg in der Berichtszeit auf mehr als neun Millionen. RIM wird im Sommer bereits sein 20-Millionstes Blackberry-Handy ausliefern.

Das Unternehmen kündigte einen Aktiensplit im Verhältnis drei zu eins an. RIM erwartet für das zweite Quartal einen Umsatz von 1,3 bis 1,365 Milliarden Dollar und unter Berücksichtigung des Aktiensplits einen Gewinn von 45 bis 49 Cent je Aktie. Die RIM-Aktien legten am Donnerstag nachbörslich an der amerikanischen Nasdaq-Börse kräftig um 17,15 Prozent auf 193,99 Dollar zu.

Palm mit Gewinneinbruch

Der Taschencomputerhersteller Palm hat im Gegensatz zu RIM im Schlussquartal und im gesamten Geschäftsjahr 2006/2007 (31. Mai) einen starken Gewinneinbruch erlitten. Das Unternehmen verbuchte zwar im vierten Geschäftsquartal einen Rekordabsatz von 750.000 Treo-Smartphones oder 43 Prozent mehr als in der entsprechenden Vorjahreszeit. Der Quartalsumsatz stagnierte jedoch bei 401 Millionen Dollar. Der Gewinn sackte um 43 Prozent auf 15 Millionen Dollar ab.

Im gesamten Geschäftsjahr fiel der Jahresumsatz sogar um 1 Prozent auf 1,56 Milliarden Dollar. Der Jahresgewinn brach von 336 auf 56 Millionen Dollar ein. Allerdings hatte das Vorjahresergebnis auch von Sonderfaktoren in Höhe von 220 Millionen Dollar profitiert. Während sich der Smartphone-Absatz bei Palm im abgelaufenen Geschäftsjahr um 34 Prozent auf 2,7 Millionen Stück erhöhte, stieg der Umsatz in diesem Geschäftsbereich nur um 15 Prozent auf 1,25 Milliarden Dollar.

Das Unternehmen erwartet für das laufende Quartal nur einen Umsatz von 355 bis 365 Millionen Dollar. Das Ergebnis wird voraussichtlich nah an der Gewinnschwelle liegen. Palm schätzt, dass es einen Verlust von einem Cent je Aktie bis zu einem Gewinn von einem Cent je Aktie geben könnte. Die Palm-Aktien fielen nachbörslich um 2,66 Prozent auf 16,12 Dollar. Palm hatte sich kürzlich die Investmentfirma Elevation Partners als 25-prozentigen Minderheitsaktionär ins Boot geholt.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx