Pin Group Post von Springer

Von 2008 an soll der Briefmarkt für Wettbewerber der Deutschen Post geöffnet werden. Davon will auch der Axel-Springer-Verlag profitieren, selbst wenn das erst einmal eine Menge Geld kostet: Der Medienkonzern übernimmt die Mehrheit an dem Postdienstleister Pin Group.

Berlin - Für 510 Millionen Euro erhöhe der Axel-Springer-Verlag ("Bild", "Welt") seinen Anteil zunächst von derzeit 23,5 auf 71,6 Prozent, teilte der Medienkonzern am Donnerstag mit. Eine entsprechende Vereinbarung sei mit den Mitgesellschaftern WAZ-Mediengruppe ("Westdeutsche Allgemeine Zeitung", "Westfälische Rundschau"), der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck ("Handelsblatt", "Tagesspiegel") und der Luxemburger Rosalia AG getroffen worden.

Die Transaktion steht den Angaben zufolge unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch das Bundeskartellamt. Die Verkäufer werden - ebenso wie die Verlagsgruppe Madsack ("Hannoversche Allgemeine Zeitung", "Neue Presse") - Gesellschafter und Kooperationspartner der Pin Group bleiben.

Durch die vorgesehene Integration weiterer regionaler Postdienstleister in die Pin Group bis Ende September und die damit verbundene Aufnahme neuer Gesellschafter werde sich der Anteil von Axel Springer  danach voraussichtlich auf 63,7 Prozent reduzieren. Die Verlage wollen durch die Übernahmen von der Liberalisierung des Briefmarktes profitieren.

Die Pin Group mit Sitz in Luxemburg wurde im September 2005 von Axel Springer, der WAZ-Mediengruppe, der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck und Rosalia gegründet. In dem neuen Unternehmen bündelten die Gesellschafter ihr jeweiliges Geschäft für Postdienstleistungen.

manager-magazin.de mit Material von ddp

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