Lycos Europe Rettungsanker 2.0

Jahrelang musste Lycos-Europe-Chef Christoph Mohn sein Unternehmen gesundschrumpfen. Jetzt will er wieder expandieren: Aus dem mäßig erfolgreichen Internetportal soll ein weltweiter Spieler in Sachen Web 2.0 werden.

Hamburg - Aus dem Internetportal Lycos Europe  soll ein Web-2.0-Unternehmen werden. Vorstandschef und Großaktionär Christoph Mohn will die bisherige Lycos-Chatfunktion zu einer virtuellen Onlinewelt aufwerten, "die an Second Life erinnert". Dies berichtet das manager magazin in seiner neuen Ausgabe, die ab Freitag (22. Juni) am Kiosk erhältlich ist.

Die bisherige Lycos-Bekanntschaftsbörse will der 41-Jährige Mohn demnach zu einer "Networking Plattform" umbauen, "so ähnlich wie Xing, aber nicht für den beruflichen, sondern für den Freizeitbereich".

Second Life und Xing gehören zu den erfolgreichsten Angeboten im sogenannten Web 2.0. Mit dem Schlagwort werden Onlineangebote bezeichnet, bei denen die Nutzer selbst Inhalte ins Netz stellen. Die neuen Lycos-Angebote sollen im Herbst online gehen und werden laut Mohn unter der Kunstmarke Jubii geführt.