T-Mobile Auf Urlauberfang

Spätestens ab September müssen Telefonate innerhalb der EU billiger werden. T-Mobile will noch vor Beginn der Hauptreisezeit den Auslandstarif senken - zur Freude vieler Urlauber.

Bonn - Mehr als zehn Millionen T-Mobile-Kunden könnten ab dem 1. Juli im Ausland zu günstigeren Tarifen telefonieren, teilte T-Mobile am Mittwoch mit. Die neuen T-Mobile-Preise treten demnach zwei Monate vor der Frist in Kraft, die die EU-Kommission den Mobilfunkanbietern gesetzt hat.

Für eingehende Anrufe im Standardtarif "T-Mobile Weltweit" werden künftig 28 Cent pro Minute verlangt, bisher wurden 59 Cent in Rechnung gestellt. Ausgehende Gespräche kosten ab dem 1. Juli 58 Cent pro Minute, wie es in der Mitteilung weiter hieß. Diese Preise gelten laut Telekom für die meisten EU-Länder und Kroatien und fallen in allen Mobilfunknetzen an.

Die neue Roaming-Richtlinie der EU-Kommission tritt am 30. Juni in Kraft. Die Mobilfunkanbieter sind verpflichtet, ihre Kunden Ende Juli anzuschreiben und ihnen den neuen Eurotarif anzubieten. Wer ihn dann sofort anfordert, muss innerhalb eines Monats auf den neuen Tarif umgestellt werden - allerspätestens also Anfang September.

Der vor zwei Wochen vom EU-Ministerrat beschlossene Euro-Tarif sieht für Handytelefonate im EU-Ausland eine Preisgrenze von 49 Cent netto pro Gesprächsminute vor, zuzüglich Mehrwertsteuer zahlen deutsche Verbraucher danach also höchstens 58,31 Cent. Für die Annahme eines Anrufs liegt die Preisgrenze bei 24 Cent netto, das entspricht in Deutschland 28,56 Cent brutto. Die EU-weit verbindlichen Nettopreise sollen in den beiden kommenden Jahren jeweils um drei Cent sinken.

manager-magazin.de mit Material von ap