Montag, 14. Oktober 2019

Studie Die fünf größten IT-Dienstleister

4. Teil: Hewlett-Packard

3. HP Services (Marktanteil 5 Prozent)

Hinter Hewlett-Packard (HP) Börsen-Chart zeigen liegt ein Jahr der Konsolidierung. Die Mitarbeiterzahl in Deutschland verringerte sich um 1000 auf jetzt 8200 Beschäftigte. Der Umsatz stieg trotzdem auf knapp sechs Milliarden Euro. Einen wesentlichen Teil trägt dazu der Servicebereich bei. Trotzdem wolle HP kein reines Serviceunternehmen werden, führte Konzern-CEO Mark Hurd erneut in einem Interview aus.

Die fünf größten Outsourcing-Kunden von HP in 2006
ThyssenKrupp
WestLB
Carl Zeiss/Schott
Procter & Gamble
MLP
"Deshalb fehlt auch ein wenig die Story für HP", sagt PAC-Berater Kaiser. Trotzdem habe die Dienstleistungssparte in 2006 gute Ergebnisse erzielen können. Das Wachstum im Outsourcing und beim Projektgeschäft wird in Deutschland jeweils um die 6 Prozent gelegen haben. Es reichte auf jeden Fall um an der früheren SBS vorbei auf Platz drei des deutschen IT-Servicemarktes vorbeizuziehen.

Aus diesem Grund zeigt sich Edgar Aschenbrenner, Vize-Präsident für den Bereich HP Services in Deutschland, auch recht zufrieden mit der Geschäftsentwicklung. Ursache für das Wachstum im Outsourcingbereich sei die erfolgreiche Umsetzung des Global-Delivery-Konzeptes gewesen. "Dadurch konnten wir immer wieder als Preisherausforderer auftreten", so Aschenbrenner.

Geteilte Meinungen über Triaton-Integration

Dagegen stagnieren die Umsätze im Bereich Hardware- und Supportservices. "Hier mussten wir ein Nullwachstum hinnehmen." Dies konnte das Unternehmen unter anderem durch den neu gegründeten Geschäftsbereich für "Managed Print Services" kompensieren.

Der Abschluss der Triaton-Integration wird vom Markt und HP unterschiedlich betrachtet. "Durch das Verschwinden der Marke Triaton hat HP die Chance verspielt, mit einer eingeführten Marke neue Kunden, insbesondere im Mittelstand zu gewinnen", meint PAC-Berater Kaiser. Dem hält HP-Manager Aschenbrenner jedoch entgegen, dass von der SAP-Factory von Triaton im Jahr 2006 mehr als 100 neue Kunden überzeugt werden konnten.

Im ERP-Bereich (Enterprise Resource Planning) will die deutsche Servicesparte auch in diesem Jahr deutlich wachsen. Dazu kommen Themen wie Outsourcing, IT-nahe Serviceleistungen und Applikationsmanagement. "Im Zentrum unserer erweiterten Angebote im Consulting- und Auslagerungsgeschäft steht zudem das durch die Mercury-Übernahme komplettierte Softwareportfolio" meint Aschenbrenner.

Die HP-Servicesparte fokussiert sich in Deutschland vor allem auf die Bereiche Finanzen, Gesundheitswesen, Fertigungs- und Telekommunikationsindustrie sowie den öffentlichen Sektor. Als Zielgruppe sollen der gehobene Mittelstand ab 5000 Mitarbeitern und künftig verstärkt auch Großunternehmen bedient werden.

Das Wachstum des Servicebereiches in Deutschland bleibe eines seiner wichtigsten Ziele, sagt Aschenbrenner. Eine Option seien deshalb auch Zukäufe.

© manager magazin 2007
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung