Microsoft Der Computer als Tisch

Gerade im Wohnzimmer sollte der Rechner möglichst gut zur übrigen Einrichtung passen. Deshalb hat Microsoft nun Computer und Couchtisch miteinander verschmolzen. Herausgekommen ist ein Möbelstück namens "Surface", in dem ein berührungsempfindlicher Bildschirm nahezu die gesamte Tischplatte ausfüllt.

New York - Der Surface-Computer von Microsoft  ist mit Sensoren, fünf Kameras sowie drahtlosen Bluetooth und Wifi-Verbindungen ausgestattet. So lässt sich beispielsweise ein Foto aus einer Datei über Berührung mit der Hand verschieben oder auf Druck einer virtuellen Werkzeugleiste bearbeiten. Betriebssystem des Rechners ist Windows Vista mit zusätzlicher Software.

Noch in diesem Jahr will Microsoft den Verkauf der 5000 bis 10.000 Dollar teuren Computer starten. Zunächst gelten Unternehmen als potenzielle Abnehmer, erst in drei bis fünf Jahren sollen günstigere Geräte für den Verbrauchermarkt erhältlich sein. In Hotels, Kasinos oder Läden könnten per Handbewegung Lagepläne erkundet oder zum Beispiel zusätzliche Informationen zu Speisen und Getränken eingeblendet werden.

Der niederländische Elektronikkonzern Philips  hatte ein ähnliches Konzept unter dem Namen "Entertaible" bereits im vergangenen Jahr unter anderem auf der Internationalen Funkausstellung IFA in Berlin präsentiert. Auch da wurden Kasinos, Hotels oder Lokale als potenzieller Einsatzbereich genannt. Allerdings war der Bildschirm in dem Philips-Prototypen deutlich kleiner als in der Microsoft-Tischplatte, die eine Diagonale von 30 Zoll (gut 76 cm) hat.

manager-magazin.de mit Material von dpa