Deutsche Telekom Bsirske droht mit Streik bis Herbst

Im Streit um die Sanierungspläne der Deutschen Telekom bleibt die Gewerkschaft Verdi weiter auf Konfrontationskurs. Notfalls werde man bis weit in die zweite Jahreshälfte streiken, droht Frank Bsirske. Außerdem wirft der Verdi-Chef der Bundesregierung Untätigkeit vor.

Hamburg - Im Konflikt um die Auslagerung von 50.000 Beschäftigten bei der Deutschen Telekom  schließt die Gewerkschaft Verdi einen lang andauernden Streik nicht aus. Falls erforderlich, werde der Streik in der neue T-Service-Sparte bis weit in die zweite Jahreshälfte hinein fortgesetzt, sagte Verdi-Chef Frank Bsirske der "Bild"-Zeitung vom Mittwoch.

Die Mitarbeiter würde so lange im Ausstand bleiben, bis ein vernünftiges Angebot vorliege. "9 Prozent weniger Geld für vier Stunden Mehrarbeit und weitere Zumutungen sind nicht akzeptabel."

Zudem warf Bsirske dem Bund als größtem Telekom-Aktionär im Streit um die geplanten Stellenauslagerungen Untätigkeit vor. "Der Bund drückt sich vor der Verantwortung. Er hat eine soziale Verpflichtung gegenüber den Telekom-Beschäftigten, die er endlich erfüllen muss", sagte der Verdi-Vorsitzende. Bislang würde die Beschäftigten "aufrichtige Unterstützung" vermissen: "Stattdessen schweigen die Politiker betreten".

Der seit Wochen andauernde Streik bei der Telekom war auch am Dienstag fortgesetzt worden. Das Unternehmen will 50.000 Mitarbeiter in konzerneigene Gesellschaften ausgliedern - notfalls auch ohne Zustimmung von Verdi.

manager-magazin.de mit Material von dpa und reuters