Deutsche Telekom Verdi lehnt Gesprächsangebot ab

Die Gewerkschaft Verdi will die Verhandlungen mit der Deutschen Telekom erst dann wieder aufnehmen, wenn der Bonner Konzern ein deutlich verbessertes Angebot vorlegt. Angeblich denkt Vorstandschef René Obermann bereits über weitere Zugeständnisse beim Kündigungsschutz nach.

Bonn - Die Deutsche Telekom  hat die Gewerkschaft Verdi zu neuen Verhandlungen über den geplanten Konzernumbau aufgefordert. "Ich lade Verdi zu Fortsetzung der Gespräche ein", sagte Finanzvorstand Karl-Gerhard Eick am Mittwoch bei einer Diskussion mit Verdi-Verhandlungsführer Lothar Schröder im ARD-Morgenmagazin. Grundlage sei das überarbeitete Angebot des Bonner Konzerns. Dieses sieht Lohnkürzungen von neun Prozent sowie längere Arbeitszeiten vor.

Verdi-Bundesvorstand Schröder wies das Gesprächsangebot umgehend zurück. "Auf der Basis kann es keine Verständigung geben", sagte er. Er verwies auf die Urabstimmung, bei der sich eine überwältigende Mehrheit gegen das Angebot und für einen Streik ausgesprochen hatte. Am heutigen Mittwoch wollen die Telekom-Mitarbeiter ihren Protest gegen die Auslagerung von rund 50.000 Beschäftigten in den neuen Bereich T-Service ausbauen. Bundesweit wollen sich nach Angaben von Verdi rund 15.000 am Streik beteiligen.

Unterdessen erwägt die Telekom einem Zeitungsbericht zufolge, Beschäftigten ihrer Service- und Techniksparten nach der geplanten Auslagerung einen weitergehenden Schutz vor Entlassungen anzubieten als bisher bekannt. Wie die "Financial Times Deutschland" (FTD) in ihrer Mittwochausgabe schreibt, soll der Telekom-Vorstandsvorsitzende Rene Obermann dem Vernehmen nach bereit sein, beim Kündigungsschutz über 2011 hinauszugehen. Ein Unternehmenssprecher habe dazu keinen Kommentar abgeben wollen.

manager-magazin.de mit Material von dow jones und dpa