Allianz-IT Bräutigam gefunden

Nach monatelanger Suche hat die Allianz jetzt einen Partner für ihre IT-Tochter gefunden. Die Servicesparte des japanischen Elektronikkonzerns Fujitsu wird einen Teil der IT-Aufgaben übernehmen - ebenso wie knapp ein Viertel der Mitarbeiter.

München - Rund 500 der insgesamt 1900 Mitarbeiter der Allianz Dresdner Informationssysteme GmbH (Agis) wechseln zur Fujitsu Services GmbH, teilte die Allianz  am Dienstag mit. "Die Stellen bleiben zu den selben Konditionen bei Fujitsu  erhalten", sagte eine Sprecherin der Versicherungskonzerns.

Die Verlagerung ist Teil einer strategischen Kooperation zwischen beiden Unternehmen, die bis 2012 gilt. Fujitsu Services kümmert sich um Computer an deutschen Allianz-Arbeitsplätzen, wenn es beispielsweise keinen Zugang zum Netzwerk gibt. Die Allianz zahlt für diese Dienstleistungen in den nächsten fünf Jahren rund 400 Millionen Euro.

Bereits im Herbst 2006 hatte die Allianz angekündigt, einen Partner für die IT-Tochter zu suchen. Damals hieß es, dass rund 600 Stellen der insgesamt rund 1900 Arbeitsplätze an die Partnergesellschaft übergehen sollen.

Bei der Suche nach einem Partner für dieses Geschäftsfeld sei es vor allem darum gegangen, den betroffenen Mitarbeitern eine gute Zukunftsperspektive zu geben, sagte Kurt Servatius, Vorsitzender der Agis Geschäftsführung. Darüber hinaus biete die Wachstumsstrategie von Fujitsu Services klare Perspektiven für die Mitarbeiter in ihren Kompetenzbereichen.

Das Outsourcing der IT ist Teil eines grundlegenden Konzernumbaus bei der Allianz. Im Juni vergangenen Jahres hatte das Unternehmen angekündigt, trotz eines Rekordgewinns rund 5000 Stellen in dem deutschen Versicherungsgeschäft und knapp 2500 Arbeitsplätze bei der Dresdner Bank abzubauen. Mit der Restrukturierung, die 2008 abgeschlossen werden soll, will der Versicherungskonzern seine Effizienz steigern und Kosten senken.

manager-magazin.de mit Material von reuters und dow jones