United Internet Unter vollen Segeln

Während United Internet beim America's Cup enttäuschend abschnitt, konnte der Webdienstleister bei der Vorlage der Quartalszahlen glänzen: Das Unternehmen steigerte seinen Gewinn um fast 25 Prozent. Doch im harten Wettbewerb mit Marktführer Deutsche Telekom musste auch die Nummer zwei Federn lassen.

Montabaur - Der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) sei gegenüber dem Vorjahreszeitraum um fast 25 Prozent auf 63,4 Millionen Euro gewachsen, teilte United Internet  (1&1, GMX, Web.de ) am Mittwoch mit. Damit übertraf das im TecDax  notierte Unternehmen leicht die Erwartungen der Analysten.

Der Umsatz kletterte um knapp 30 Prozent auf 337 Millionen Euro und der Überschuss von 24,1 Millionen auf 98,6 Millionen Euro. Im Auftaktquartal verbuchte das Unternehmen einen Sondererlös in Höhe von 66 Millionen Euro aus dem Verkauf der Tochter Twenty4Help.

Ergebnistreiber war neben dem Webhosting das DSL-Geschäft. "Wir sind mit dem Geschäftsverlauf sehr zufrieden", sagte Vorstandschef Ralph Dommermuth.

Die Zahl der DSL-Kunden erhöhte sich im ersten Quartal um rund 90.000 auf 2,36 Millionen. Damit konnte damit United Internet allerdings nicht an das starke Vorquartal anknüpfen. Im ersten Quartal hat die Deutsche Telekom  den Kampf um DSL-Kunden intensiviert und damit den Druck auf die Konkurrenz erhöht. Auch andere Wiederverkäufer wie Freenet  verzeichneten nach Angaben von Branchenkennern Abschläge beim Kundenzuwachs.

Mit neuen Bündelangeboten (Internet, Telefonie, Fernsehen) will United Internet die Attraktivität seiner DSL-Anschlüsse erhöhen. Zudem ist zum Sommer die Einführung von Komplettangeboten geplant, womit die Abhängigkeit von der Telekom verringert werden könnte. Bislang ist United Internet im DSL-Geschäft ausschließlich als Zwischenhändler von Breitbandleistungen aktiv.

Für das Gesamtjahr rechnet United Internet mit einem Umsatz von rund 1,5 Milliarden Euro und einem Ebitda von rund 300 Millionen Euro. Im DSL-Geschäft hatte das Unternehmen zuletzt ein Plus von 0,5 Millionen Kunden angekündigt, womit der Vorjahreszuwachs erreicht wäre.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx

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