Linux-Allianz Dell wird Dritter im Bunde

Der US-Computerbauer Dell schließt sich der Linux-Allianz zwischen den beiden Softwarekonzernen Microsoft und Novell an. Ziel des Projekts ist es, das Microsoft-Betriebssystem Windows besser mit dem freien Novell-Programm Suse Linux abzustimmen.

New York - Nach Microsoft-Angaben vom Montag wird Dell  dafür die entsprechenden Linux-Zertifikate kaufen und auch einen Kundendienst einrichten.

Bereits vor zwei Monaten hatte Dell erklärt, seinen Kunden auf vielfachen Wunsch in Zukunft auch Linux anbieten zu wollen. Bislang stattet Dell seine Computer ausschließlich mit Windows aus. Die einzige Ausnahme davon sind hoch spezialisierte Computer für die Ölbranche.

Im Gegensatz zu Windows wird Linux nicht zentral geplant und programmiert. Verbesserungen werden offen im Internet diskutiert, die Basisinformationen des Programms - der Quellcode - sind frei zugänglich. Linux gehört damit zu den sogenannten Open-Source-Projekten. Das Linux-System läuft auf fast allen Computern und gilt als sehr stabil und wenig anfällig für Computerviren.

Im vergangenen November hatten Novell  und Microsoft  überraschend eine Partnerschaft vereinbart. Die beiden bis dahin verfeindeten Unternehmen entschlossen sich für die gemeinsame Vermarktung von Windows- und Linux-Produkten im Serverbereich und gegenseitigen Support. Microsoft investierte knapp 400 Millionen Dollar in das Bündnis mit Novell.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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