Urheberstreit Premier League verklagt YouTube

Harte Zeiten für YouTube: Wie bereits zuvor der MTV-Mutterkonzern Viacom wirft auch die englische Fußballliga Premier League dem Videoportal und seinem Besitzer Google eine Verletzung der Urheberrechte vor. Auch der US-Medienkonzern NBC Universal hat sich der wachsenden Kritik an YouTube angeschlossen.

San Francisco - YouTube habe absichtlich zu massiven Urheberrechtsverletzungen auf seiner Internetseite ermuntert, um öffentliche Aufmerksamkeit und das Interesse von Internetnutzern auf sich zu lenken, heißt es in der Klageschrift. Geistiges Eigentum anderer sei unerlaubt und ohne Entgelt im eigenen Interesse ausgenutzt worden.

Die englische Premier League reichte die gemeinsam mit dem Musikverlag Bourne verfasste Klage gegen die Google-Tochter YouTube bei einem Bezirksgericht in New York ein.

Auch der US-Medienkonzern NBC Universal hat sich der wachsenden Kritik an Urheberrechtsverletzungen von YouTube angeschlossen. In einer Eingabe an ein Gericht in Kalifornien wandte sich das Unternehmen gemeinsam mit dem Konkurrenten Viacom gegen den Antrag von YouTube, eine Klage der Agentur Los Angeles News Service abzuweisen. Viele der wertvollsten urheberrechtlich geschützten Werke von NBC Universal würden von dem Videoportal und ähnlichen Anbietern ohne Genehmigung vervielfältigt und verbreitet, hieß es in der am Wochenende bekannt gewordenen Stellungnahme.

Mit dem jüngsten Schritt wird NBC Universal zwar nicht selbst zum Kläger, macht aber seine Position im Rechtsstreit um YouTubes Nutzung von Inhalten anderer Medienunternehmen deutlich.

Viacom wirft Google und YouTube die unerlaubte Verbreitung von Viacom-Programminhalten vor und verlangt deswegen eine Entschädigung von mehr als einer Milliarde Dollar. Dem Konzern zufolge haben Internetnutzer auf YouTube Hunderttausende Videoclips aus seinem Programm geladen, und YouTube verhindere nicht das Heraufladen von urheberrechtlich geschütztem Material.

Am vergangenen Dienstag hatte Google die Viacom-Klage zurückgewiesen und erklärt, diese stelle die grundlegende Funktionsweise des Internets in Frage. Übermittler und Provider könnten nicht für die Internetkommunikation haftbar gemacht werden.

Google  hatte das sehr populäre Portal YouTube im Herbst übernommen und will es zu einem dominierenden Vertriebsweg für Unterhaltung machen und zugleich als Werbeplattform ausbauen.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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