Nokia Siemens Networks Tabula rasa in Deutschland

Kurz nach dem Start des Netzwerkausrüsters Nokia Siemens Networks wird über Details zu den geplanten Stellenstreichungen spekuliert. Das Joint Venture will offenbar mehr als 3000 Arbeitsplätze abbauen, über die Hälfte davon in Deutschland.

Helsinki - Das Gemeinschaftsunternehmen Nokia Siemens Networks wolle bis 2010 jährlich 1,5 Milliarden Euro sparen, berichtete das finnische Blatt "Helsingin Sanomat" am Donnerstag.

Da es Überschneidungen in den beiden Ländern gibt, sollen dem Blatt zufolge in Deutschland mindestens 1800 Arbeitsplätze abgebaut werden. In Finnland sollen mehr als 1500 Jobs wegfallen.

Ein Firmensprecher bekräftigte als Reaktion auf den Zeitungsbericht, NSN halte an dem Ziel fest, 10 bis 15 Prozent der weltweit rund 60.000 Stellen zu streichen. Weitere Details nannte er jedoch nicht.

Das Joint Venture von Siemens  und Nokia  war erst Anfang April an den Start gegangen. Die Schmiergeldaffäre der früheren Siemens-Telekommunikationssparte Com hatte den Zusammenschluss um drei Monate verzögert.

Siemens hatte deswegen auch mehr Vermögenswerte in das Joint Venture eingebracht. Der Münchener Technologiekonzern stellte 2,4 Milliarden Euro für NSN bereit, der finnische Mobilfunkkonzern Nokia nur 1,7 Milliarden Euro. NSN hatte im vergangenen Jahr zusammengerechnet 17,1 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftet.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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