HP-Drucker Preisoffensive mit Billigpatronen

Was für den Kunden ärgerlich ist, ist für Druckerhersteller profitabel: Patronenpreise übersteigen mitunter den Kaufpreis des Druckers. Der Marktführer Hewlett-Packard verspricht nun, davon abzurücken.

München - Hewlett-Packard (HP)  will künftig auch Billigtinte für seine Drucker anbieten. "Wir werden durch die Zusammensetzung und den Preis der Druckertinte dafür sorgen, dass die Vorlieben der Kunden stärker Beachtung finden", sagte Michael Hoffmann, Europachef der HP-Druckersparte, der "Süddeutschen Zeitung" (SZ, Dienstagausgabe).

Während es bislang für die meisten HP-Drucker nur eine Patrone gab, werden künftig für jedes Gerät eine günstige Tinte, eine für das Drucken von vielen Seiten und eine für Spezialaufgaben, etwa den Fotodruck, erhältlich sein, wie Hoffmann in der "SZ" ankündigte. Die Nummer Eins in der Druckerbranche will sich damit gegen Nachfüller zur Wehr setzen.

Die günstige Tinte soll weniger als zehn Euro kosten. Die Preise für Drucker sollen demnach stabil bleiben. Hoffmann rechne dadurch mit Umsatzzuwächsen im Zubehörgeschäft, nannte aber keine konkreten Zahlen. "Wir erwarten natürlich, dass sowohl preissensitive Kunden als auch solche, die viel drucken, jetzt eher zu HP-Produkten greifen", sagte er dem Blatt.

In den vergangenen Monaten haben sich Tintentankstellen rasend schnell verbreitet. Sie befüllen leere Patronen, die ihnen Kunden bringen, oder tauschen die leeren gegen bereits befüllte Tintentanks aus. Etwa 45 Prozent Ersparnis lassen sich laut Branchenkennern beim Kauf nachgefüllter Tintenpatronen erzielen.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx

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