Ebay Verlockendes Asien

Das Online-Auktionshaus hat im abgelaufenen Quartal einen höheren Gewinn eingefahren als erwartet. Vor allem das Auslandsgeschäft stärkte die Ebay-Bilanz.

San Jose - Wegen gestiegener Auktionszahlen in Übersee und der starken Entwicklung des Bezahlsystems Paypal sei der Gewinn je Aktie (EPS) von 17 auf 27 Cent gestiegen, teilte Ebay  mit. Vor Sonderposten belief sich das EPS auf 33 Cent (Vorjahr: 24 Cent) und lag damit um 3 Cent über den Durchschnittsschätzungen der Analysten.

Der Überschuss kletterte von 248,3 auf 377,2 Millionen Dollar. Den Umsatz steigerte der Konzern um 27 Prozent von 1,39 auf 1,77 Milliarden Dollar. Auch hier übertraf das Unternehmen die Markterwartungen: Experten hatten mit 1,72 Milliarden Dollar Umsatz gerechnet. Die Aktie von Ebay, die den regulären Handel noch mit Verlusten beendet hatte, stieg im nachbörslichen Handel um 2,87 Prozent auf 35,44 Dollar.

"Das erste Quartal war ein sehr starkes für Ebay", sagte Vorstandschefin Meg Whitman. Das Kerngeschäft, aber auch die neu erschlossenen Geschäftsbereiche hätten dazu beigetragen. In den Monaten Januar bis März tauschten weltweit 82,9 Millionen Ebay-Kunden 14,28 Milliarden Waren.

Auf dem amerikanischen Heimatmarkt stieg der Umsatz um 18 Prozent auf 885 Millionen Dollar, in Übersee um 38 Prozent auf 883 Millionen Dollar. Mit dem Bezahlsystem Paypal setzte Ebay 31 Prozent mehr um. Das Internettelefon Skype konnte sowohl die Erlöse als auch die Zahl der Nutzer im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppeln.

Im zweiten Quartal erwartet Ebay einen Konzernumsatz zwischen 1,75 und 1,80 Milliarden Dollar und ein EPS vor Sonderposten zwischen 31 und 33 Cent. Der Konzern ist damit etwas optimistischer als der Markt.

Asien im Blick

Für das Gesamtjahr hob Ebay den Ausblick an. Der Umsatz soll nun bei 7,2 bis 7,45 Milliarden Dollar liegen und das EPS vor Sonderposten bei 1,30 bis 1,34 Dollar. Die Experten rechnen mit 7,28 Milliarden Dollar Umsatz und einem Gewinn von 1,29 Dollar je Aktie.

Whitman bestätigte den Plan, bis Januar 2009 Aktien im Wert von bis zu 2 Milliarden Dollar zurückkaufen zu wollen. Im ersten Quartal hatte Ebay 333 Millionen Dollar für Aktienrückkäufe aufgewendet.

Ebay versucht derzeit, auf den lukrativen Märkten Asiens Fuß zu fassen. Im Dezember gründete der Konzern ein Gemeinschaftsunternehmen mit der chinesischen Tom Online. Laut Whitman soll noch im Frühsommer eine erste Seite an den Start gehen.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx

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