Drucker Tinte schlägt Toner

In den Konkurrenzkampf zwischen Tinte und Toner kommt Bewegung: Tintenstrahldrucker sind erstmals billiger im reinen Textdruck, vor allem für den Hausgebrauch. Wer besonders viel druckt, ist mit den unkomplizierteren, schnelleren Lasergeräten allerdings immer noch gut beraten.

Berlin - Tintenstrahldrucker werden immer billiger - dafür muss der Kunde hinterher bei den Kosten für Patronen umso tiefer in die Tasche greifen. Diese allgemein bekannte Masche hat jetzt auch Laserdrucker erfasst, wie eine Bewertung der Stiftung Warentest ergab ("Test", Ausgabe 4/2007).

Steigende Preise für das Tonerpulver sind demnach der Grund, warum es erstmals einem Tintendrucker gelang, die Bestmarke bei den Druckkosten pro Seite zu setzen. Der Officejet Pro K550 von Hewlett-Packard (HP)  verbraucht bei Schwarz-Weiß-Druck nur 1,5 Cent je Blatt. Der sparsamste Laser - Oki C3300n - liegt hingegen bei zwei Cent pro Seite.

In die Rangliste der besten Fünf schafften es bei Tintenstrahldruckern drei Modelle von Canon , der Officejet von HP und der Epson Stylus Photo R360. Wer sich für Tinte statt Toner entscheidet, sollte allerdings auf den Stromverbrauch des Modells achten: einige verbrauchen auch Energie, wenn sie auf "Aus" gestellt sind. Die größten Stromfresser sind HP-Drucker, der Lexmark Z845 hingegen ist der einzige, der überhaupt keine Energie verbraucht, wenn er ausgestellt ist.

Wer mehr druckt als im Hausgebrauch üblich, ist mit einem Lasergerät allerdings immer noch gut beraten - Laser drucken schnell und benötigen keine zeitaufwendigen Druckkopfreinigungen, die zudem Tinte fressen. Im Dauertest schlug sich der 3010cn von Dell  am besten. Mit 2,5 Cent pro Seite in Schwarz-Weiß liegt er nur knapp hinter der Bestmarke von Oki. Was auch zählt und nur wenige wissen: Seiten aus einem Lasergerät gelten als dokumentenecht - aus einem Tintenstrahldrucker hingegen nicht.

manager-magazin.de