Samsung Abermals abwärts

Auch im ersten Quartal hat Samsung mit niedrigen Preisen und einer schleppenden Nachfrage nach Speicherchips und Flachbildschirmen zu kämpfen. Zum zweiten Mal in Folge ist der Nettogewinn deutlich zurückgegangen. Nur beim Geschäft mit Mobiltelefonen verzeichnete der Elektronikkonzern einen erfreulichen Rekord.

Seoul - Der operative Gewinn sei im ersten Quartal 2007 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 27 Prozent auf 1,18 Billionen Won (941 Millionen Euro) gefallen, teilte Samsung  am Freitag mit. Einbußen verzeichneten vor allem die Halbleiter- und Flachbildsparte, während der Telekombereich zulegte.

Beim Überschuss verbuchten die Koreaner einen Rückgang von 15 Prozent auf 1,6 Billionen Won (1,27 Milliarden Euro). Der Umsatz zog im Vergleich zum Vorjahr um 3 Prozent auf 14,39 Billionen Won (11,46 Milliarden Euro) an.

Dazu trug vor allem der Absatz von Mobiltelefonen bei. Samsung verkaufte insgesamt 34,8 Millionen Handys - ein Quartalsrekord des Unternehmens. In diesem Jahr will der Konzern sieben Smartphones auf den Markt bringen, um den Umsatz weiter anzukurbeln. Bei Mobiltelefonen ist Samsung die weltweite Nummer drei, bei Flachbildschirmen und Speicherchips sogar Weltmarktführer.

"Im ersten Quartal gab es eine Reihe von Schwierigkeiten wie die schwache Nachfrage bei den wichtigsten Produkten sowie Preisrückgänge bei Chips und Flachbildschirmen", sagte ein Konzernsprecher. Dies hänge mit einer saisonalen Überversorgung zusammen.

DRAM-Chips für den Arbeitsspeicher von Computern sind zurzeit 26 Prozent billiger als vor einem Jahr. Bei NAND-Bausteinen für Digitalkameras und MP3-Spielern beträgt der Preisrückgang sogar 73 Prozent.

Für die zweite Jahreshälfte rechnet Samsung mit einer Aufhellung der wirtschaftlichen Lage. Bereits im März hätten sich die Preise für Halbleiterprodukte allmählich stabilisiert, sagte der Sprecher.

manager-magazin.de mit Material von ap und dpa

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