Burda Einstieg bei YouTube-Konkurrent

Videoportale liegen im Trend. Die Google-Tochter YouTube gehört zu einer der am häufigsten besuchten Webseiten der Welt und immer mehr Medienkonzerne gründen eigene Angebote. Auch Hubert Burda will durch eine Beteiligung an der Plattform Sevenload ein Stückchen von dem großen Kuchen für seinen Verlag.

München - Burda beteiligt sich mit 20 Prozent an dem Ende 2005 gegründeten Kölner Videoportal Sevenload. Mit dem Einstieg in den boomenden Markt der Videoportale wolle Burda neue Zielgruppen erschließen und gleichzeitig unabhängiger vom schwierigen Zeitschriftengeschäft werden, berichtete das "Handelsblatt" (Montagausgabe).

Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden. Laut Brancheninsidern solle es sich um einen hohen einstelligen Millionenbetrag handeln. Die beiden Gründer Axel Schmiegelow und Ibrahim Evsan bleiben dem Bericht zufolge weiterhin als Geschäftsführer tätig.

Burda wolle mit Sevenload eigene Marken wie "Bunte", "Focus", "Freundin" oder "Cinema" im Internet ausbauen und neue Werbekonzepte, die Print und Online verbinden, ausprobieren, heißt es. "Wir wollen über Sevenload Themen befördern, bei denen wir bereits starke Marken und Communities haben", sagte Burda-Manager Marcel Reichart.

Auch die Expansion ins Ausland sowie weitere Akquisitionen sind der Zeitung zufolge geplant. "Wir werden weiter sinnvoll dazu kaufen und selbst entwickeln", so Reichart.

Burda folgt mit der Beteiligung einem Trend in der deutschen Medienbranche. Viele Medienkonzerne steigen momentan bei Videoportalen ein oder gründen selbst entsprechende Unternehmen. Die Bertelsmann-Tochter RTL beispielsweise ging im Herbst vergangenen Jahres mit ihrer Seite Clipfish online und die Münchener Sendergruppe ProSiebenSat.1  hält rund 30 Prozent an der Plattform MyVideo.

manager-magazin.de