Fujitsu Siemens Deutschland wird zu teuer

Fujitsu Siemens ist einer der wenigen PC-Hersteller, der seine Waren in einem Hochlohnland wie Deutschland produziert. Im vergangenen Geschäftsjahr brachen Umsatz und Gewinn allerdings ein. Nun überlegt das Unternehmen, seine Computerproduktion in ein Niedriglohnland zu verlagern.

Hamburg - "Eine Überlegung ist, dass wir uns mittelfristig in unseren Werken in Augsburg und Sömmerda auf hochwertige Produkte wie Server und Speicher konzentrieren, um die Standorte langfristig sichern zu können", sagte der Chef des Gemeinschaftsunternehmens von Siemens  und Fujitsu , Bernd Bischoff, der "Financial Times Deutschland" (Donnerstagausgabe).

Vorstellbar sei, dass Auftragsfertiger die Computer zusammenbauen, sagte Bischoff. "Diese Entwicklung ist aber nichts, was sofort passiert, sondern sich über einige Jahre hinziehen kann."

FSC ist der Zeitung zufolge der einzige PC-Hersteller der Welt, der Computer noch in einem Hochlohnland wie Deutschland produziert. Mit flexiblen Arbeitszeiten und Produktivitätssteigerungen war es FSC in den vergangenen Jahren aber gelungen, den Kostennachteil gegenüber Konkurrenten wie Hewlett-Packard , Dell  oder Lenovo  zu kompensieren. FSC beschäftigt in seinen Werken im bayerischen Augsburg und im thüringischen Sömmerda etwa 2400 Mitarbeiter.

Für das vergangene Geschäftsjahr 2006/07 musste das Unternehmen am Mittwoch auf der Cebit allerdings einen Gewinn- und Umsatzrückgang bekannt geben. Der drastische Preisverfall auf dem PC-Markt machte FSC zu schaffen.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx