Cebit 50.000 Tickets zum Schleuderpreis

Den Preis einer Cebit-Tageskarte in Höhe von 38 Euro empfinden viele Messegänger als zu hoch. Die Folge: Besucher- und Ausstellerzahlen sanken in den vergangenen Jahren kontinuierlich. Mit einer beispiellosen Marketingaktion versuchen die Veranstalter nun, mehr Besucher nach Hannover zu locken.

Hannover - Kurz vor Beginn der Cebit hat der Veranstalter Deutsche Messe mindestens 50.000 Tickets zum Schleuderpreis von unter einem Euro pro Stück an Aussteller verkauft. Ein Messesprecher bestätigte am Mittwoch einen Bericht der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung".

Die Messe habe Pakete von jeweils 500 Tickets zu 490 Euro an kleine und mittlere Aussteller verkauft, also zu 98 Cent je Karte. Damit gingen die Messemacher auf kleine und mittlere Unternehmen zu, deren Messebudgets kleiner geworden seien.

Normalerweise kostet ein Cebit-Ticket an der Tageskasse 38 Euro, im Vorverkauf 33 Euro. Die Zahl der Aussteller bei der Cebit ist in diesem Jahr weiter zurückgegangen, die Ausstellungsfläche deutlich gesunken. Die Messe wird am Mittwochabend eröffnet. Im nächsten Jahr soll die Cebit grundlegend reformiert werden. Im Mittelpunkt steht dabei auch, die Messekosten für die Aussteller zu senken.

Bereits in der Vergangenheit habe es Rabatte für Aussteller gegeben, sagte der Sprecher. Die Karten waren dabei aber nur um ein paar Euro preiswerter als die normalen Tickets. Der Messesprecher sprach von einer "neuen Form des Besuchermarketings" in diesem Jahr.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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