Intel Milliardenfabrik in China

China boomt - das gilt vor allem für die Produktion von High-End-Technologien. Auch Chiphersteller Intel will seine Kapazitäten im Fernen Osten ausbauen. Nun hat der US-Konzern von der chinesischen Regierung grünes Licht für den Bau eines 2,5 Milliarden Dollar teuren Chipwerks bekommen.

Peking - Das Werk soll in der nordöstlichen Stadt Dalian entstehen und monatlich 52.000 Siliziumscheiben à 300 Millimeter fertigen. Intel  betreibt bereits Forschungs- und Produktionsstätten in der Metropole Schanghai sowie der zentral gelegenen Stadt Chengdu. Dafür hat der Konzern etwa eine Milliarde Dollar in China investiert.

Intel steckt mitten in einem Unternehmensumbau, der Preisnachlässe und Stellenstreichungen vorsieht. Mit den Schritten reagiert Intel auf die Erfolge seines Konkurrenten AMD, der in den vergangenen Jahren deutlich Marktanteile gewonnen hat.

Intel besitzt bereits Chipfabriken und Testeinrichtungen in Schanghai und in Chengdu im Westen Chinas. Im Dezember hatte der weltgrößte Chiphersteller angekündigt, er wolle in den nächsten fünf Jahren mehr als eine Milliarde Dollar in Indien investieren. Damit beabsichtige das Unternehmen unter anderem die Erweiterung eines Forschungs- und Entwicklungszentrums in der südindischen Stadt Bangalore.

China hat neben den meisten Handynutzern weltweit auch einen starken Anstieg beim Computerabsatz zu verzeichnen, weshalb die die Chipnachfrage im Land in den vergangenen Jahren explosionsartig angestiegen ist. Die Regierung ermuntert einheimische Unternehmen, verstärkt in die Entwicklung gewinnbringender Technologien zu investieren und fördert ausländische Konzerne, die ihre Produktionsstätten für High-End-Produkte nach China verlagern.

manager-magazin.de mit Material von ap und reuters