ProSiebenSat.1 Abschied von Saban

Es ist vollbracht. Die EU-Wettbewerbshüter haben den Verkauf der Sendergruppe ProSiebenSat.1 genehmigt. Das Unternehmen geht damit an die beiden Finanzinvestoren Permira und KKR und soll nun mit der Mediengruppe SBS zusammengeführt werden.

Frankfurt am Main - Der Fernsehkonzern ProSiebenSat.1  hat neue Eigner. Die beiden Finanzinvestoren KKR Private Equity Investors  und Permira haben die im Dezember vereinbarte Mehrheitsübernahme der zweitgrößten Senderkette in Deutschland abgeschlossen, teilte der Verkäufer German Media Partners (GMP) am Dienstagabend mit. Hinter GMP steht eine Investorengruppe um den US-Milliardär Haim Saban.

Die von den Investoren kontrollierte Lavena Holding 4 hält nun fast 50,5 Prozent am ProSiebenSat.1-Kapital, knapp 88 Prozent der Stammaktien und annähernd 13 Prozent der nicht stimmberechtigten Vorzugsaktien. Den Angaben zufolge haben alle zuständigen Behörden der Transaktion zugestimmt, zuletzt die EU-Wettbewerbshüter, davor bereits die deutsche Fernsehaufsicht KEK (Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich).

KKR und Permira wollen ProSiebenSat.1 mit ihrer europäischen Sendergruppe SBS zusammenführen und so in den deutschen Markt einsteigen. Die neue Gruppe soll zur Bertelsmann-Tochter RTL aufschließen.

manager-magazin.de mit Material von dpa und reuters