Großaktionär Hopp "Bei SAP bleibt alles, wie es ist"

Anhaltende Verkaufsgerüchte haben zu Irritationen beim Softwarekonzern SAP geführt. Gegenüber manager-magazin.de dementierte Großaktionär Dietmar Hopp erneut Verkaufsabsichten der drei Unternehmensgründer.
Von Karsten Langer und Helmut Reich

Hamburg – Die drei Gründer des Softwareunternehmens SAP , Dietmar Hopp, Hasso Plattner und Klaus Tschira, sind nicht am Einstieg eines internationalen Investors interessiert. "Mit mir hat keiner einen Termin, nicht im März und auch sonst nicht. Herr Plattner und Herrr Tschira haben genauso dementiert wie ich", so Hopp gegenüber manager-magazin.de: "Bei SAP bleibt alles, wie es ist."

Zuvor hatte die "Wirtschaftswoche" unter Berufung auf Bankenkreise berichtet, dass für den März Gespräche mit dem US-Finanzinvestor Silver Lake anberaumt seien. Mindestens einer der drei Unternehmensgründer, die zusammen rund 30 Prozent der Anteile halten, wolle seine Aktien verkaufen, hieß es.

"Mir ist das ein Rätsel, ich weiß nicht, was das soll. Es ist sehr seltsam, das Interesse erst öffentlich zu machen und erst dann an uns heranzutreten", sagte Hopp und bekräftigte das Dementi: "Mit mir ist das nicht zu machen. Nach Microsoft  war das das erste Mal, dass Interessenten an uns herangetreten sind".

Im Jahr 2004 hatte der damalige Microsoft-Chef Bill Gates mit den Worten "Es wäre an der Zeit, SAP zu kaufen", für Aufsehen gesorgt. Fusionsgespräche zwischen dem US-Konzern und dem Walldorfer Unternehmen wurden damals jedoch wieder abgebrochen.

Der Börsenwert des SAP-Konzerns liegt trotz eines Kursrutsches in diesem Jahr weiter deutlich über 40 Milliarden Euro. Als möglicher weiterer Interessenten wurde der Computerhersteller Hewlett-Packard  genannt. Analysten bezeichneten auch eine solche Fusion laut Agenturberichten am Montag als unwahrscheinlich.

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