O2 Gut, aber nicht gut genug

Der Mobilfunkanbieter O2 Germany konnte seine Kundenzahl im vergangenen Jahr um 13 Prozent steigern und auch beim Umsatz zulegen. Das Wachstum reichte allerdings noch immer nicht aus, um die Nummer drei in Deutschland zu überholen.

Bonn - Im Weihnachtsquartal 2006 wurden 396.000 Neukunden gewonnen, davon 193.000 Vertragskunden, teilte O2 Germany am Donnerstag mit. Insgesamt stieg die Zahl der Kunden zwischen Februar - dem Zeitpunkt der Übernahme durch Telefonica  - und Dezember 2006 um 13 Prozent auf über elf Millionen Nutzer.

Dazu trugen die neuen O2 Genion S/M/L Tarife bei, die das Unternehmen Ende November 2006 gestartet hatte. Für diese Tarife hätten sich in einem Monat 309.000 Kunden entschieden. Es handele sich dabei um Neukunden sowie Bestandskunden, die in diesen Tarif gewechselt seien.

Vom 1. Februar 2006 bis zum Jahresende erwirtschaftete das Unternehmen einen Serviceumsatz von 2,8 Milliarden Euro und damit 7 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der Marktanteil am Serviceumsatz sei damit auf knapp 15 Prozent gestiegen. Die Ebitda-Marge habe bei 22 Prozent gelegen und sei damit stabil geblieben.

Höchster durchschnittlicher Umsatz je Kunde

Im Prepaidmarkt zählte O2 im abgelaufenen Quartal 203.000 Neukunden. Über das Joint Venture mit Tchibo erreichte das Unternehmen 55.000 neue Kunden. Insgesamt würden nun 827.000 Kunden und damit 40 Prozent mehr als im Vorjahr die Tchibo-Tarife nutzen.

O2 habe mit rund 24 Euro im Monat nach wie vor den höchsten durchschnittlichen Umsatz je Kunde im deutschen Mobilfunkmarkt. Dazu trage zunehmend das Geschäft mit mobilen Datendiensten bei. So stieg der Datenanteil am Serviceumsatz bis Ende 2006 auf 24,9 Prozent, den bisher höchsten Wert in der Geschichte von O2.

Die Nachfrage nach dem erst im Oktober gestarteten DSL-Produkt sei hoch, teilte O2 weiter mit. Das Unternehmen habe knapp 30.000 Kunden für den neuen Breitbanddienst gewonnen.

O2 bleibt hinter T-Mobile, Vodafone  und E-Plus die Nummer vier der deutschen Mobilfunkanbieter mit eigenem Netz. T-Mobile zählte im Dezember 31,4 Millionen Kunden und Vodafone 30,6 Millionen. E-Plus hatte etwa 12,7 Millionen Mobilfunkkunden. Im Weihnachtsquartal 2006 konnte allerdings nur E-Plus seine Umsätze erhöhen. Vodafone verlor 4,3 Prozent seines Geschäfts, der Umsatz des Wettbewerbers T-Mobile stürzte um 8,1 Prozent ab.

manager-magazin.de mit Material von vwd