Handybranche Die Strichcode-Offensive

Die Mobilfunkbranche arbeitet offenbar mit vereinten Kräften daran, dass Handys künftig weltweit Strichcodes lesen und so Informationen aus dem Internet abrufen können. Die Technologie existiert zwar schon - aber nun soll sie flächendeckend Wirklichkeit werden.

Hamburg - Führende Mobilfunkunternehmen treffen sich heute in London, um die Technologie und gemeinsame Standards zu beraten, berichtet die "Financial Times" (FT, Dienstagausgabe) unter Berufung auf Kreise. Geplant sei, dass Nutzer per Telefonkamera spezielle 2D-Strichcodes auslesen können, die auf Werbeanzeigen oder Produktverpackungen angebracht seien, und dann zusätzliche Informationen oder Werbesonderangebote erhalten.

Die Technik existiert bereits - bei dem Treffen werde es vor allem um gemeinsame Standards gehen. Sollten die Anbieter zu einer Einigung finden, würde das den Weg ebnen für einen ganz neuen, gigantischen Werbemarkt, so die Hoffnung.

Angestoßen worden sei das Treffen durch ein Bündnis zwischen dem IT-Konzern Hewlett-Packard (HP)  und dem Werbeunternehmen Publicis, hieß es weiter. Zu den Teilnehmern des Treffens gehörten unter anderem Nokia , Ericsson , Vodafone  und die Deutsche Telekom , sagte der an dem Projekt beteiligte HP-Forscher Tim Kindberg der "FT". Er hoffe, dass innerhalb eines Jahres eine grundsätzliche Einigung gefunden werde.

In Japan und Südkorea kommt die Technologie bereits zum Einsatz. Aus HP-Firmenkreisen hieß es, dass die Kunden die Neuentwicklung dort gut angenommen hätten.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx

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