Headsets Knopf im Ohr

Ob beim Einkaufen oder beim Autofahren – drahtlose Headsets sind ideal, um beim Telefonieren die Hände frei zu haben. In der Einfachheit der Bedienung unterscheiden sich die Geräte jedoch erheblich. Ein Test zeigt, welche Modelle für wen sinnvoll sind.

Stuttgart - Das Bluetooth-Headset Sony Ericsson HBH-GV435 weist überragende Ausdauerwerte auf. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung der Zeitschrift "Connect", in der neun aktuelle Modelle untersucht wurden.

Das Gerät für rund 75 Euro wurde deshalb auch zum Testsieger gekürt. Den Experten zufolge hält das Headset rund 18 Tage im Standby-Betrieb durch. Auch die Gesprächszeiten seien mit etwa acht Stunden sehr gut. Zudem sei der Sitz am Ohr bequem und ziemlich sicher.

Bei der Bedienung des Geräts muss der Anwender laut Untersuchung jedoch Abstriche in Kauf nehmen. Insbesondere die kleine Lautstärkewippe sei im Vergleich zu den Tasten der meisten Mitbewerber nur mit Übung treffsicher zu bedienen, und auch die Auflege- und Annahmetaste sei eher sparsam ausgefallen. Dafür klinge das Headset in der Praxis recht ordentlich, wenn auch in Empfangsrichtung etwas verwaschen.

Headset für kleine Ohren

Den zweiten Platz im Test belegte das Nokia BH-900 für etwa 100 Euro. Das Headset sei besonders für kleine Ohren geeignet, da es nicht wie sonst üblich an das Ohr gehängt, sondern von hinten aufgesteckt werde. Dadurch bleibe es zwar stets spürbar, sitze aber sicher und bequem. Besonders gut gefiel den Testern die einfache Bedienung: Zum Annehmen eines Gesprächs werde entweder die Annahmetaste gedrückt oder der Mikrofonbügel nach vorn hin zum Mund ausgezogen.

Für "sehr gut" im Bereich Handhabung reichte es beim Nokia-Headset jedoch nicht. Das bekam als einziges Gerät im Test der Plantronics Explorer 350 für rund 50 Euro. Die Experten schätzten den hohen Tragekomfort sowie die einfache Bedienung mit der Multifunktionstaste: Per Druck nehme der Anwender Gespräche entgegen oder beende sie, durch Vor- und Zurückschieben werde die Lautstärke geregelt.

Das Headset ist den Testern zufolge speziell für den Einsatz im Auto gedacht. Im Lieferumfang enthalten sei kein 220-Volt-Netzteil, sondern ein Ladegerät für den Zigarettenanzünder. Auch eine Halterung, die sich mittels Clip etwa in einem Lüftungsgitter befestigen lasse, stecke im Karton. Die Klangqualität des Geräts falle allerdings eher durchschnittlich aus.

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