Bürosoftware Auch 1&1 tritt gegen Microsoft an

Die United-Internet-Tochter 1&1 will offenbar Bürosoftware über das Internet anbieten. Damit würde der Internetprovider dem Angriff des Webkonzerns Google folgen, der am Donnerstag sein Softwarepaket als Alternative zu Office-Anwendungen des Softwareriesen Microsoft vorgestellt hat.

Düsseldorf - Das Programm "1&1 MailXchange" solle einen vollständigen Ersatz für E-Mail-Plattformen bieten und zusätzlich die Verwaltung von Terminen und Kontakten ermöglichen, berichtet das "Handelsblatt" (Freitagausgabe).

Entwickelt wurde "1&1 MailXchange" von der Softwarefirma OpenXchange. Das Programm solle in der teuersten Version 4,99 Euro pro Monat und Benutzerkonto kosten, sagte ein Sprecher von Openxchange gegenüber der Zeitung. Ziel sei, noch in diesem Jahr eine Million Benutzerkonten zu verkaufen.

Sprecher von 1&1 und von Openxchange bestätigten gegenüber manager-magazin.de, dass demnächst eine Bürosoftware der beiden Unternehmen erhältlich sein wird. Zu Einzelheiten wollten sie sich jedoch nicht äußern.

Das neue Produkt von 1&1 folgt dem Trend, dass Büroanwendungen verstärkt als Onlineservice angeboten werden. Der Internetkonzern Google  kündigte erst am Donnerstag den Verkauf eines eigenen Office-Pakets für Unternehmen an und macht damit dem US-Konzern Microsoft  Konkurrenz, der derzeit Marktführer auf dem Gebiet der Bürosoftware ist.

Die "Google Apps Premier Edition" steht laut Google Unternehmen und Organisationen ab sofort zur Verfügung. Sie soll mit zusätzlichen Funktionen für den Einsatz in Unternehmen beliebiger Größe optimiert sein und pro Arbeitsplatz 38 Euro kosten. Die Internetsoftware umfasst unter anderem ein E-Mailprogramm, einen digitalen Kalender sowie Anwendungen für Sofortnachrichten (Instant Messaging) und Internettelefonie.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx